SZ-Serie: Das Weltkriegsende:Endlich keine Bomben mehr

Lesezeit: 6 min

Einmarsch der Amerikaner in München, 1945

Die in München einrückenden US-Soldaten rechnen mit Widerstand – treffen aber wie hier vor dem Justizpalast am Stachus auf eine erleichterte Bevölkerung. Die Münchnerinnen und Münchner wissen jetzt: Der Krieg ist aus.

(Foto: SZ-Photo)

Als die amerikanischen Soldaten Ende April 1945 München einnehmen, herrscht bei vielen Bewohnern große Erleichterung, Frauen schmücken die Jeeps der GIs mit Osterprimeln - es kommt aber auch zu Schusswechseln.

Von Wolfgang Görl

Noch am Vortag, als der Coup der "Freiheitsaktion Bayern" scheiterte, hat Gauleiter Paul Giesler Durchhalteparolen ausgegeben. Doch nun tut er genau das, wovor er die sogenannten Volksgenossen unter Androhung harter Strafen gewarnt hatte: Er macht sich aus dem Staub. Es ist der 29. April 1945, ein Sonntag. Giesler und sein Stab haben die braunen Parteiuniformen abgelegt, man trägt jetzt schlichtes Feldgrau oder Zivil, und im Hof des Zentralministeriums an der Ludwigstraße werden hastig belastende Akten verbrannt. Der Gauleiter und seine Leute fliehen in zehn Lastwagen aus der Stadt.

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