Süddeutsche Zeitung

Zweite Stammstrecke:Dobrindt: "Ich kenne kein Limit"

  • Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat sich klar für den Bau einer zweiten Stammstrecke in München ausgesprochen.
  • Der Bund wird sich beteiligen, sollten die Kosten weiter steigen, sagte der CSU-Politiker.
  • Vertreter der Metropolregion sind in Berlin, um Gelder für Schienen, Straßen und Wohnungen zu werben.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sich mit deutlichen Worten für den Bau einer zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München ausgesprochen. Er stehe zu dem Projekt, "ohne Wenn und Aber", sagte Dobrindt am Dienstagabend in Berlin bei einem Treffen unter anderem mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Sollten die Kosten für den Bau erneut steigen - derzeit werden sie auf 3,1 Milliarden Euro geschätzt -, dann "wird sich der Bund beteiligen", versprach Dobrindt vor zahlreichen Stadträten aus München und politischen Vertretern der Umlandgemeinden. Über eine konkrete Höhe der Fördermittel vom Bund äußerte sich der Verkehrsminister zwar nicht, fügte aber hinzu: "Ich kenne kein Limit bei der Stammstrecke." Zuvor hatte bereits sein bayerischer Amtskollege, Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU), angekündigt, dass im Jahr 2016 die Verträge für die zweite Röhre unterschrieben sein würden. Der Streit über die zweite Stammstrecke hatte sich aktuell wieder verschärft, nachdem die Freien Wähler im Landtag die Kosten-Nutzen-Kalkulation angezweifelt und den Verdacht geäußert hatten, das Projekt sei nach einer erneuten Berechnung nicht mehr durch den Bund förderfähig. Über die Rückendeckung aus Berlin war Münchens OB Reiter dann auch "extrem froh - deutlichere Aussagen kann man sich kaum wünschen".

Bestens informiert mit SZ Plus – 14 Tage kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.2753409
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ vom 25.11.2015
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.