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Zukunftsvision:Leute des Tages

Der Sternekoch Eckart Witzigmann erwartet, dass angesichts von Klimawandel und wachsender Weltbevölkerung in der Zukunft völlig neue Nahrungsmittel auf den Teller kommen. Er ist davon überzeugt, dass die Endlichkeit der Ressourcen auf unserem Planeten bereits heute klar macht, dass hier drastisch umgesteuert werden müsse. "Wir werden nicht umhin kommen, uns mit Themen wie "molekularer Nahrungsmittelerzeugung", "synthetischen Proteinen", "Fleisch ohne Tiere" oder "Nahrung aus dem Labor" zu beschäftigen. Witzigmann, der am 4. Juli 79 Jahre alt wird, habe als Koch aus dem vollen Reservoir von Mutter Natur schöpfen können. Das werde sich ändern, "schneller als uns lieb ist, traurig, aber wahr". 70 Prozent der weltweiten Fleischmenge stammten aus industrieller Tierhaltung, mit starkem Trend nach oben. "Der Klimawandel und die Ressourcen werden hier sehr bald die Grenze aufzeigen."

Der diesjährige Alfried-Krupp-Förderpreis geht an die Münchner Physikerin Monika Aidelsburger von der Ludwig-Maximilians-Universität. Die Professorin für Experimentalphysik wird für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Quantenphysik ausgezeichnet. Der Preis ist mit einer Million Euro dotiert und wird von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung an herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die eine Erstprofessur innehaben. Aidelsburger wurde 2015 mit "summa cum laude" an der LMU promoviert. Sie war Postdoktorandin an der LMU und am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) in Garching sowie am Collège de France in Paris. Sie leitet mehrere Forschungsgruppen am Lehrstuhl von Immanuel Bloch an der LMU. Seit 2019 hat sie dort eine Professur für Experimentalphysik.

© SZ vom 25.06.2021 / dpa/SZ
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