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Zwischen Bad Tölz und Wolfratshausen:Die Hirschlausfliege im Nacken

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Die Hirschlausfliege ist ein Parasit wie die Zecke. Sie lässt sich nicht einfach abschütteln oder zerdrücken, sondern sollte mit dem Fingernagel abgestreift werden.

(Foto: imago/blickwinkel)

Spaziergänger und Jogger klagen über die zähen kleinen Parasiten, die vor dem Blutsaugen ihre Flügel abwerfen. Fachtierärztin Pamela Beelitz weiß, was diese Insekten ausmacht.

Laien könnten sie auf den ersten Blick mit einer Zecke verwechseln. Sie ist fünf bis sieben Millimeter groß, hat einen flachen Körper und steuert auf sechs klauenbewehrten Beinchen beim Menschen zielstrebig den Nackenbereich an: die Hirschlausfliege. Spätestens wenn sie sich ans Blutsaugen macht, ist klar, dass sie mit einer Zecke wenig gemein hat. Ihr Stich ist äußerst schmerzhaft. Hunde und Pferde können panisch darauf reagieren. Bei der SZ Bad Tölz-Wolfratshausen gingen zuletzt vermehrt Berichte von Spaziergängern und Joggern ein, die über regelrechte Attacken klagten. Eine neue Plage? Im Tölzer Veterinäramt ist die Hirschlausfliege nicht bekannt; die Behörde verweist auf die Parasitologie der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Pamela Beelitz, Fachtierärztin für Parasitologie, hat sich seit ihrem Studium immer wieder mit den erstaunlichen Insekten befasst.

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