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Wolfratshauser Politik:Feuerwehrhaus mit Dachterrasse

Stadtmuseum Penzberg

Der Weidacher Feuerwehrkommandant Robert Buxbaum hat als Bauingenieur die Planungen vorgelegt.

(Foto: Manfred Neubauer)

Bauausschuss stimmt Erweiterung des Weidacher Gerätehauses zu. Kosten steigen auf 2,65 Millionen Euro

Von WOLFGANG SCHÄL, Wolfratshausen

Es ist eine beachtliche und nach einhelliger Meinung höchst notwendige Aufwertung des Feuerwehrwesens in Wolfratshausen: Der Bauausschuss der Stadt hat sich in dieser Woche einstimmig und ohne längere Diskussion für die Erweiterung des bestehenden Gerätehauses an der Weidacher Hauptstraße ausgesprochen und einem entsprechenden Bauantrag zugestimmt.

Das Projekt, das nach Berechnung des Bauingenieurs und Weidacher Feuerwehrkommandanten Robert Buxbaum auf 2,5 Millionen Euro taxiert war, wird nach aller Voraussicht nun doch etwas teurer als ursprünglich geplant, nachdem das Gremium dafür plädiert hat, eine bislang noch nicht in die Berechnungen eingeflossene Dachterrasse zu genehmigen. Der neue Kostenstand wird damit bei 2,65 Millionen Euro liegen. Die Stadträte waren sich einig, dass damit über die reine Funktionalität des Bauvorhabens hinaus "etwas Positives geschaffen werden soll", wie es Josef Praller (Bürgervereinigung Wolfratshausen) formulierte. Formal notwendig war das Votum, weil die Stadt damit von ihrer Dachgestaltungssatzung abweicht, die nach einhelliger Meinung sehr eng gefasst ist und ohnehin modernisiert werden sollte. Was die Kosten betrifft, wies Bauamtsleiterin Susanne Leonhard darauf hin, dass es sich beim jetzigen Schritt verwaltungstechnisch um einen reinen Bauantrag handle: "Wir beurteilen hier nur das Bauliche, der Rest wird im Stadtrat entschieden."

Die Erweiterung wird den Plänen zufolge von der Traufseite aus mit zwei verschieden hohen Gebäudeteilen erfolgen. Der nördliche Gebäudeteil besteht aus drei Stockwerken. Der Keller wird der Planung zufolge mit Lagerflächen ausgestattet und per Lastenaufzug mit dem Erdgeschoss verbunden, in dem die Halle mit zwei Stellplätzen für die Einsatzfahrzeuge sowie Platz für ein Notstromaggregat vorgesehen ist. Im Obergeschoss sollen ein Lehrsaal, ein Büro, ein Multifunktionsraum sowie ein Lehrmittelraum Platz finden. Der eingeschossige südliche Gebäudeteil wird an den Geländeverlauf angepasst und umfasst einen Umkleidetrakt, eine WC-Anlage und einen Alarmraum. Dieser Trakt ist mit einem Pultdach an den nördlichen Baukörper angebunden. In das Pultdach soll die erwähnte Dachterrasse eingefügt werden, die vom Lehrsaal im Obergeschoss betreten werden kann. Für die Autos der Feuerwehrleute sind zwölf Stellplätze vorgesehen, drei mehr als vorgeschrieben. Von den veranschlagten Baukosten entfallen rund 200 000 Euro auf bauliche Maßnahmen am bestehenden Gebäude, speziell auf die energetische Nachrüstung und die gegenseitige Anpassung der beiden Trakte.

Mit den Planungsdetails hatte sich der Bauausschuss zuletzt im Dezember vergangenen Jahres beschäftigt. Damals hatte Buxbaum schon darauf hingewiesen, dass das 1996 errichtete Weidacher Gerätehaus schon fast zu klein gewesen sei, und sich in den vergangenen 25 Jahren die Anforderungen an das Feuerwehrwesen obendrein deutlich verändert hätten. Nicht nur bei den Alarmwegen, auch bei der nötigen Trocknung der Ausrüstung nach Einsätzen habe es immer wieder Probleme gegeben. Dass der Erweiterungsbau sinnvoll und notwendig ist, wurde auch in der jetzigen Sitzung des Bauausschusses von keinem der Stadträte infrage gestellt.

© SZ vom 14.05.2021
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