Wolfratshauser Bau Abgestuftes Parkhaus

Hatzplatz-Pächter will Bau verträglicher gestalten lassen

Für das Parkhaus am Wolfratshauser Hatzplatz könnte sich ein Kompromiss anbahnen. Das zumindest legt die Aussage des Tölzer Bauunternehmers Siegfried Adlwarth nahe, der das Grundstück von der Stadt in Erbpacht übernommen hat, um darauf ein Parkhaus mit circa 150 Stellplätzen zu errichten und zu betreiben. Der Stadtrat hatte die Pläne kürzlich als zu massiv abgewiesen. Der Bau an der Loisach, der zum Osten hin eine zehn Meter hohe Betonmauer erhalten sollte, wurde unter anderem als "Sarkophag von Tschernobyl" bezeichnet. Der Bauantrag wurde letztlich wegen geringfügiger Überschreitungen der Baugrenzen abgelehnt, Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW) sollte mit Adlwarth noch einmal verhandeln, damit das Gebäude städtebaulich verträglicher gestaltet wird. Am Mittwochabend gab es dafür ein Treffen mit dem Bauherrn, den Bürgermeistern und Fraktionssprechern im Stadtrat. Wie Adlwarth auf Anfrage sagt, sei das Gespräch "sehr konstruktiv" gelaufen. "Wir haben eine Lösung gesucht, und ich denke, wir haben eine gefunden", berichtet der Tölzer. "Es sieht so aus, als wären die meisten damit zufrieden."

Laut Adlwarth geht es vor allem um die geschlossene Rückwand des Parkhauses Richtung Wohnbebauung. Diese soll nun Abstufungen erhalten, "wie bei einem Penthouse". Auch soll die Fassade nach den Wünschen der Stadträte verkleidet werden. Er werde er nun verschiedene neue Pläne zeichnen lassen, die dann voraussichtlich im September dem Stadtrat vorgelegt werden sollen. Bürgermeister Heilinglechner will sich am Freitag bei einem Pressegespräch zur Sache äußern.