WolfratshausenZechpreller enttarnt

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Sicherheitswacht schnappt flüchtigen Biertrinker

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Die vor gut zwei Jahren eingeführte Sicherheitswacht agiert in Wolfratshausen eher unauffällig - und genau das ist ihre Aufgabe. Die ehrenamtlichen Streifengänger greifen ein, bevor wirklich etwas Ernsthaftes passiert. Sie schlichten Streitereien, unterbinden Ruhestörungen und weisen Falschparker auf ihre Vergehen hin. Am Sonntagnachmittag konnten die Hilfssheriffs aber auch ein echtes Verbrechen aufklären - wenn auch nur ein kleines.

Nach Angaben der Polizei konnte gegen 14.15 Uhr eine Streife der Sicherheitswacht an der Eisfläche an der Alten Floßlände einen Zechpreller ausfindig machen. Der Mann hatte sich zuvor in einem Wirtshaus am Wolfratshauser Untermarkt gütlich getan. Für knapp 30 Euro hatte er dort Weißwürste verspeist und ordentlich Bier getrunken, war danach aber ohne zu bezahlen einfach verschwunden.

Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei blieb zunächst ohne Erfolg. Weil ein Angestellter der Wirtschaft den flüchtigen Gast aber sehr detailliert beschrieben hatte, konnte ein Mitarbeiter der Sicherheitswacht wenig später einen Mann ausfindig machen, auf den die Beschreibung recht gut passte. Der Verdächtige hatte sich mit dem Hinweis, später bezahlen zu wollen, an einem Stand gerade einen Glühwein ergaunert. "Als der Mann dann auch noch versuchte, den Rucksack eines Kinds zu klauen, war die Sache ziemlich klar", sagt Polizeioberkommissar Klaus Hohenreiter von der Wolfratshauser Inspektion.

Die Streife der Sicherheitswacht verständigte die Polizei. Die Beamten griffen den Zechpreller daraufhin in einer nahe gelegenen Gaststätte auf. Bei dem Mann soll es sich um einen 58-Jährigen aus München handeln, der laut Polizei jüngst schon öfter das Weite gesucht hat, ohne seine Rechnung zu bezahlen. Den Münchner erwarten insgesamt vier weitere Anzeigen wegen Zechbetrugs und Diebstahls.

© SZ vom 07.01.2020 / zif - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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