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Wolfratshausen:Wider den Elektrosmog

Bürgerinitiative reicht Petition beim Bundestag ein

Sie klagen über Herzrasen und Kopfschmerzen aufgrund von Elektrosmog, und sie fordern ein Ende der "flächendeckenden Bestrahlung": 89 Bürger haben eine entsprechende Petition der "Bürgerinitiative Wolfratshausen zum Schutz vor Elektrosmog e.V." unterschrieben. Am Dienstag hat der Sprecher der Initiative, Hans Schmidt, ebenfalls Sprecher der Grünen im Wolfratshauser Stadtrat, das Schreiben an den Deutschen Bundestag geschickt.

Die Initiative bemängelt in der Petition, dass in den vergangenen Wochen und Monaten in Wolfratshausen die Funktechnik LTE installiert worden sei - die physischen Auswirkungen spüre man deutlich, sie äußerten sich etwa durch Konzentrationsprobleme, Schlaflosigkeit oder Ohrenschmerzen. Die Initiative beruft sich auf den Artikel 13, Satz 1, im Grundgesetz, darin sei die Unverletzlichkeit der Wohnung garantiert. Trotzdem würden die Bürger mit Mikrowellen bestrahlt, obwohl die Weltgesundheitsorganisation schon vor Jahren hochfrequente Strahlung als potenziell krebserregend eingestuft habe. "Die in letzter Zeit erfolgte Aufschaltung von LTE hat die Strahlenbelastung in Wolfratshausen noch einmal deutlich erhöht und dazu geführt, dass wir uns nicht mehr erholen können, mit allen Folgen für unsere private, soziale und berufliche Situation", heißt es in dem Schreiben.

Die Bürger fordern von den Abgeordneten des Deutschen Bundestags, dass diese die Bevölkerung über die gesundheitlichen Risiken der Technologie aufklären, dass sie die Auswirkungen der Funktechnik anhand von Studien der "industrie-unabhängigen Wissenschaft" überprüfen sowie die "flächendeckende Bestrahlung der gesamten Bevölkerung mit Mikrowellen beenden". "Wir sind gespannt, wie die Petition behandelt wird", sagt Hans Schmidt.

In Deutschland hat nach dem Artikel 17 im Grundgesetz jedermann das Recht, sich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und die Volksvertretung zu wenden.