Süddeutsche Zeitung

Wolfratshausen:Trocken zum Wertstoffhof

Zufahrt in Wolfratshausen soll befestigt werden

Der Wolfratshauser Wertstoffhof ist nah am Wasser gebaut. Genauer gesagt, befindet sich das Gelände auf einer Fläche mit sehr hohem Grundwasserspiegel. Das hat zur Folge, dass die Zufahrt bei Starkregen immer wieder überflutet wird. Autos müssen sich den Weg durch große Pfützen bahnen, die nur sehr langsam wieder versickern. Nach zahlreichen Beschwerden von Bürgern bei Stadträten soll künftig Abhilfe geschaffen werden: Wie der Bauausschuss am Mittwoch einstimmig beschlossen hat, wird die Zufahrt nun befestigt. In Absprache mit dem Abfallwirtschaftsverband WGV, der den Wertstoffhof betreibt, und dem Maschinenring soll die Zufahrt durch eine Änderung des Gefälles und den Einbau von Kies verbessert werden.

Nachdem das Vorhaben bereits im Juli im Bauausschuss bekanntgegeben wurde, wurden die Maßnahmen ausgeschrieben. Den Zuschlag erhält nun die Tiefbaufirma, die das günstigste Angebot abgegeben hat. Die Kosten liegen bei rund 58 000 Euro. Weil es sich um eine außerplanmäßige Ausgabe handelt, die Höhe der Beteiligung seitens der WGV noch nicht geklärt wurde und die Gesamtkosten angesetzt werden, muss zwar der Stadtrat am Dienstag die Maßnahme endgültig beschließen. Das eindeutige Votum im Ausschuss wird sich dort vermutlich aber wiederholen.

Schließlich zeigten sich die Stadträte dankbar, dass der vielfach an sie herangetragenen Missstand nun endlich angegangen werde. Besonders Peter Plößl (CSU) und Richard Kugler (Wolfratshauser Liste) berichteten von Beschwerden über die Pfützen. Die Frage von Hans Schmidt (Grüne), ob die Maßnahme nun gewährleiste, dass die Einfahrt nicht mehr überflutet wird, musste Susanne Leonhard, Referatsleiterin für "Planen und Umwelt", indes verneinen. "Wir haben dort sehr hoch anstehendes Grundwasser", sagte sie. "Da gräbt man einmal mit der Schaufel und es ist da." Endgültige Abhilfe könne man wohl nur schaffen, indem man das Wasser in die Loisach leite. Dazu aber sei ein wasserrechtliches Verfahren nötig. "Und da reden wir über Jahre und sehr viel Geld."

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SZ vom 17.09.2021 / aip
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