Mit einer Reihe von schriftlich formulierten Fragen zum neuen Tourismusbüro am Untermarkt 10 hat sich der Grünen-Stadtrat Rudi Seibt an die Wolfratshauser Rathausverwaltung gewandt. So erkundigte er sich nach dem Konzept der zu erwartenden Arbeitsteilung zwischen an Rathaus- und Touristinfo. Ziemlich kurios ist dabei die Frage, "ob wir Stadträte beim Probebetrieb Touristen simulieren?" "Natürlich nicht", versichert die Rathausverwaltung. Die Tourist-Information starte am Freitag, 25. November, ihren öffentlichen Probebetrieb. Bis zur Eröffnung des umgestalteten Museums am 10. Februar 2023, zu der ein größerer Festakt geplant sei, würden noch alle Prozesse am Counter der Tourist-Info vervollständigt. In der neuen Tourist-Information finde die Beratung zu Freizeit- und Tourismus-Angeboten in Wolfratshausen statt, ebenso der München-Ticket-Verkauf sowie der Verkauf von Museumstickets und Andenkenartikeln. Im Bürgerbüro seien weiterhin die bürgernahen Dienstleistungen angesiedelt.
Auf eine entsprechende Frage Seibts nannte die Verwaltung auch Zahlen zum bisherigen Besucheraufkommen. Demnach kommen pro Jahr etwa 700 000 Tagesgäste nach Wolfratshausen. Mangels Bettenkapazitäten sei die Zahl der Übernachtungsgäste allerdings geringer. Alle Arten von Gästen haben laut einer städtischer Statistik von 2019 durchschnittlich 29,60 Euro in der Stadt ausgegeben. Aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen durch Corona sei davon auszugehen, dass die Bedeutung der Tagesgäste künftig noch zunehmen wird. Durch die neue Tourist-Info soll entsprechend mehr Kaufkraft an Wolfratshausen gebunden werden.