SZ-Adventskalender:Busfahrt ins Vergnügen

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SZ-Adventskalender: Die Teilnehmer der ersten Senioren-Busfahrt von "Bürger für Bürger" vor der Abfahrt in Wolfratshausen.

Die Teilnehmer der ersten Senioren-Busfahrt von "Bürger für Bürger" vor der Abfahrt in Wolfratshausen.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Wolfratshauser Senioren starten zum ersten von vier Ausflügen, die SZ-Leserinnen und Leser ermöglicht haben.

Von Konstantin Kaip, Wolfratshausen

Zum Start der ersten Senioren-Busfahrt des Wolfratshauser Nachbarschaftshilfevereins "Bürger für Bürger" (BfB) am Donnerstag hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein kleines Plakat mitgenommen. "Danke" stand darauf geschrieben, daneben hatten alle 40 Seniorinnen und Senioren unterschrieben, die mitfuhren. Der Dank galt den Leserinnen und Lesern der Süddeutschen Zeitung, die mit ihren Spenden für den SZ-Adventskalender diese und drei weitere Busfahrten möglich gemacht haben, die der Verein in diesem Jahr anbietet. Diese sollen immobilen betagten Menschen, die sonst kaum aus der Wohnung kommen und nicht die finanziellen Mittel haben, schöne Gemeinschaftserlebnisse ermöglichen.

Nach der Abfahrt um 9 Uhr am Wolfratshauser Loisachufer ging die Fahrt für die Damen und Herren zunächst an den Sylvensteinspeicher, wo sie auf der Mauer herumspazierten, dann weiter ins österreichische Pertisau, wo sie nach einem Spaziergang an der Uferpromenade des Achensees im Gasthof Dorfwirt zum Mittagessen einkehrten. Anschließend ging es auf die Gramaialm, wo Kaffee und Kuchen gereicht wurden und die Teilnehmer im Laden Mitbringsel wie Käsespezialitäten kaufen konnten.

"Es war ein Traum", berichtet Eva-Maria Rühling, die Vorsitzende von Bürger für Bürger. Nicht nur, weil das Wetter nach vielen sehr heißen Tagen mit etwas milderen Sommertemperaturen und ohne Regen den Tag für die Teilnehmer besonders angenehm ausfallen ließ. Sondern auch, weil die Stimmung die ganze Zeit gelöst war und die Senioren, wie Rühling berichtet, "sprachlos" über das kostenlose Angebot waren. Unter den Mitfahrenden seien auch zwei Damen gewesen, die sonst kaum ihr Zuhause verlassen, weil sie ihre kranken Männer pflegen. Deren Betreuung haben diesmal zwei Helfer des Vereins übernommen. Auf der Busfahrt, berichtet Rühling, sei dann gemeinsam gesungen worden. Für Kurzweil sorgte auch Agnes Seiffarth, die neue hauptamtliche Leiterin des Senioren-Bereichs im Verein, die passend zur vorbeiziehenden Landschaft Sagen über den Kochel- und den Walchensee vortrug.

Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, Senioren aus der Einsamkeit zu holen und ihnen Gemeinschaftserlebnisse zu ermöglichen und arbeitet bereits an der Planung der nächsten drei Busreisen, wie Rühling erzählt: Am 1. September soll es zum Kloster Andechs gehen und zu einer Schifffahrt über den Starnberger See. Im November soll es ein Martinigans-Essen geben, vermutlich in der Nähe des Chiemsees. Und im Dezember wollen die Senioren einen Weihnachtsmarkt besuchen. Angedacht ist der Markt in Augsburg, aber die genaue Planung steht noch aus. Das Interesse sei jedenfalls groß, sagt Rühling. "Wir haben schon lange Listen."

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