Neuer StadtratIm Wolfratshauser Rathaus dominieren die Männer

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Das neue Trio an der Rathausspitze: Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Mitte) mit seinen beiden Stellvertretern Günther Eibl (links) und René Beysel.
Das neue Trio an der Rathausspitze: Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Mitte) mit seinen beiden Stellvertretern Günther Eibl (links) und René Beysel. Jasmin Engel
  • Der neue Wolfratshausener Stadtrat ist männlich dominiert mit nur sechs von 24 weiblichen Mitgliedern.
  • Klaus Heilinglechner (BVW) bleibt Bürgermeister, Günther Eibl (CSU) Zweiter und René Beysel (Grüne) wird neuer Dritter Bürgermeister.
  • Von neun Referentenposten gehen nur zwei an Frauen, sieben werden von Männern besetzt.
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Günther Eibl (CSU) und René Beysel (Grüne) stehen Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW) als Stellvertreter zur Seite. Im Gremium sind nur sechs von 24 Mitgliedern Frauen.

Von Jasmin Engel, Wolfratshausen

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Die drei Bürgermeister in Wolfratshausen für die kommenden sechs Jahre symbolisieren, dass der neue Stadtrat männlich dominiert ist. In dem Gremium, dass sich am Dienstagabend konstituierte, sind von 24 Mitgliedern nur sechs Frauen. Dementsprechend tauchen vor allem Männernamen bei den Referenten und weiteren Posten auf.

Rathauschef Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) wird erneut von Günther Eibl (CSU) als Zweitem Bürgermeister vertreten, neuer Dritter Bürgermeister ist René Beysel von den Grünen. Der Stadtrat wählte beide bei jeweils einem ungültigen oder leeren Stimmzettel ohne Gegenkandidaten in ihre Positionen. Damit stellen Vertreter der drei seit der Kommunalwahl größten und annähernd gleich starken Parteien und Gruppierungen das Team an der Rathausspitze.

Gelöste Stimmung: Helmuth Holzheu (re.) schaut Ulrike Krischke (beide BVW) interessiert über die Schulter.
Gelöste Stimmung: Helmuth Holzheu (re.) schaut Ulrike Krischke (beide BVW) interessiert über die Schulter. Jasmin Engel

Die Stimmung im Stadtrat war weitgehend von Kooperation geprägt. Bei Vergabe der neun Referentenstellen musste sich lediglich der für die Kultur vorgeschlagene Wolfgang Weichlein (CSU) mit Jennifer Layton einer Gegenkandidatin stellen. Die Grünen-Stadträtin hatte in den vergangenen sechs Jahren als Jugendreferentin agiert. Dafür sei der Altersabstand aber jetzt einfach zu groß geworden, so Layton.

In ihrer Bewerbungsrede betonte sie die Bedeutung der Kultur für Wolfratshausen. Diese mache eine Stadt lebendig, stifte Gemeinschaft, Lebensqualität und Zukunft. „Kultur kann genau dort Brücken bauen, wo Politik an Grenzen stößt“, sagte Layton. „Sie bringt Menschen unterschiedlicher Generationen, Hintergründe und Meinungen zusammen.“ Konkret nannte die Grünen-Stadträtin die Bergwaldbühne, die wiederbelebt werden soll – als ein Aktionsort zum Träumen. Weichleins Replik auf ihre Rede: „Ich rede nicht, ich handle.“ Den Christsozialen wählte das Gremium schlussendlich mit 17 zu acht Gegenstimmen zum neuen Kulturreferenten.

Nur zwei von neun Referentenposten stellen Frauen

Ulrike Krischke (BVW) bleibt Seniorenreferentin, Gerlinde Berchtold (SPD) Sozial-, Familien- und Integrationsreferentin. Jugendreferent ist Dominik Zuszek (CSU), Sportreferent bleibt Max Schwarz (BVW), Referent für Umwelt- und Mobilität ist René Beysel (Grüne). Außerdem bestätigte der Stadtrat Helmuth Holzheu (BVW) als Wirtschafts- und Fritz Meixner (SPD) als Schulreferenten. Patrick Lechner (FDP) wird für die neue Wahlperiode Referent für Informationsfreiheit und Digitalisierung. Damit haben Männer sieben der neun Referentenposten inne.

Elf von 24 Stadträtinnen und Stadträten sind neu im Gremium und wurden in der konstituierenden Sitzung vereidigt. Darunter sind Jonas Melf, Melanie Penzkofer und Dominik Zuszek (alle CSU), Thomas Eichberger (BVW), René Beysel, Jens Klein und Ines Lobenstein (alle Grüne) sowie Andreas Bauer (SPD). Hinzu kommen Wilhelm Eilers und Jens Schöller, die für die AfD erstmals in den Stadtrat gewählt wurden.

Als neu gewählter Dritter Bürgermeister hofft Beysel auf möglichst viele Einladungen zu Veranstaltungen. „Ich werde versuchen, überall anwesend zu sein.“ Von den Stadtratsmitgliedern wünscht sich Bürgermeister Heilinglechner Mut zu Entscheidungen, Offenheit für neue Ideen und die Fähigkeit, Gegenwind auszuhalten. Ziel müsse es sein, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und den besonderen Charakter der Stadt zu bewahren. Demokratie lebe vom Austausch, Debatten und dem Ringen um den besten Weg, so Heilinglechner. „Wir dürfen unser gemeinsames Ziel nie aus den Augen verlieren: das Wohl unserer Stadt.“

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