Jetzt kann auch in Wolfratshausen wieder guten Gewissens eine alte Weise angestimmt werden: "Zur Krippe her kommet", heißt es heuer auch in der Loisachstadt, denn erstmals seit 2009 wird die geschnitzte Krippe der Stadt wieder ausgestellt. Vom 1. Dezember bis zum 2. Februar kann sie kostenfrei im Wallner-Bockhorni-Kabinett im Museum Wolfratshausen besichtigt werden.
Zwei Ehrenamtler, Leonhard Hohenadl und Thomas Schmidt, restaurierten die in die Jahre gekommene Krippe, die seit 2009 im Depot des Museums schlummerte. Besonders beschädigt sei die Miniaturszenerie allerdings nicht gewesen, wie Museumsdirektorin Annekatrin Schulz erzählt. Die Hauptarbeit bestand darin, frisches Moos aufzufüllen, das Wasser im Brunnen und das Licht in der Gastwirtschaft wieder zum Laufen zu bringen.
Die Stadt kaufte die Krippe im oberbayerischen Stil bereits 1987 von der heute nicht mehr existenten Weidacher Krippenstube. Anfangs wurde die Krippe im Dachboden des Museums ausgestellt. Als es aus Brandschutzgründen nicht mehr zulässig war, den Speicher für Interessierte offenzuhalten, stand sie während des Christkindlmarktes vor der Kirche auf einem Wagen und wurde in Teilen präsentiert. "Dass sie ständig herum transportiert wurde, tat ihr nicht gut", sagt Schulz. Während der Sanierung des Museums wurde sie also im Depot eingemottet.
Der Bauhof brachte die sechs Meter lange restaurierte Krippe nun in das Wallner-Bockhorni-Kabinett im Stadtmuseum, wo Hohenadl und Schmidt sie aufbauten. Neben der kostenfreien Besichtigung gibt es an der Krippe am Samstag, 2. Dezember, von 14.15 Uhr an eine weihnachtliche Lesung für Kinder, sowie eine Lesung zur selben Zeit am Sonntag, 3. Dezember, für Jung und Alt.
