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Wolfratshausen:Klimaaktivisten blockieren Straße

In Wolfratshausen protestierten Klimaschützer gegen die Kohlepolitik der Bundesregierung.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Protestaktion soll auf deutsche Kohlepolitik aufmerksam machen

Von Claudia Koestler, Wolfratshausen

Mit einer Verkehrsblockade mitten in Wolfratshausen haben Klimaaktivisten am Samstag versucht, kritisch auf die Kohlepolitik der Bundesregierung aufmerksam zu machen. Anlass war das umstrittene Kohleausstiegsgesetz, das Anfang Juli dieses Jahres beschlossen werden soll. Die Veranstalter aus dem Kreis der Fridays-for-Future-Bewegung sprechen in ihrer Pressemeldung von einer erfolgreichen Aktion.

Gegen Mittag sperrten die Aktivisten nach eigenen Angaben für wenige Minuten die Königsdorfer Straße in beiden Richtungen. Die zuvor für die Parkplatzeinfahrt zu Aldi und Rewe geplante Abriegelung verlegten sie kurzfristig an die offene Straße am Fußgängerübergang gegenüber des Edeka-Marktes. Eine Aktivistin legte sich laut Pressemeldung auf die Fahrbahn, zwei andere spannten ein Transparent über die Straße, ein vierter Aktivist verteilte Flyer an die Autos in den schnell wachsenden Verkehrsschlangen an der Königsdorfer Straße.

"Die kleine Aktion war ein echter Erfolg, es hat sogar richtig Spaß gemacht", sagt eine Teilnehmerin der Sperraktion, die allerdings nicht namentlich genannt werden möchte. Denn: Ähnliche Aktionen finden laut den Wolfratshauser Klimaaktivisten in diesen Tagen an vielen Orten in Deutschland statt. Weil die Aktionen nicht angemeldet sind, möchten die Beteiligten anonym bleiben. In Wolfratshausen seien die meisten Autofahrer "total nett" gewesen. "Manche haben sogar den Daumen hoch gemacht oder gelächelt, als sie die Flyer bekommen haben", wird die Teilnehmerin zitiert.

© SZ vom 29.06.2020

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