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Wolfratshausen:Heilinglechner soll antreten

Vorstand und Fraktion der Bürgervereinigung einigen sich auf den Landwirt als Bürgermeisterkandidat.

Klaus Heilinglechner ist der Hoffnungsträger der BVW.

(Foto: WOR)

Jetzt ist es raus: Bei ihrer Klausur haben Vorstand und Stadtratsfraktion der Bürgervereinigung (BVW) ihren Bürgermeisterkandidaten gekürt. Landwirt Klaus Heilinglechner soll 2014 ins Rennen gehen, vorausgesetzt die Mitglieder stimmen dem Kandidatenvorschlag auf der Nominierungsversammlung am 14. November zu.

Am Samstag hatten sich Vorstand und Fraktion geeinigt. Zur Abstimmung möchte Ortsvorsitzender Thomas Eichberger nichts sagen. Es habe mehrere Kandidaten gegeben, schließlich habe man sich verständigt. Die Wahl sei auf den 46-Jährigen gefallen, da er in der Öffentlichkeit gut ankomme, gute Arbeit im Stadtrat geleistet habe und eine "sehr hohe Akzeptanz" bei den Mitgliedern und in der Bevölkerung genieße.

Der Wunsch bei der Kommunalwahl 2014 in Wolfratshausen als Bürgermeisterkandidat anzutreten, sei nicht von ihm ausgegangen, sagte Heilinglechner auf Nachfrage. Bürgermeister Helmut Forster, Fraktionskollegen und Privatleute hätten dies an ihn herangetragen. "Ich bin überredet worden. Das Bürgermeisteramt reizt mich aber schon sehr." Es sei ein schönes Amt, sicherlich auch anstrengend und fordernd.

Wie der Landwirt seinen Betrieb umorganisiert, sollte er nächstes Jahr gewählt werden, weiß er noch nicht. Seine drei erwachsenen Kinder würden jetzt schon ab und an mithelfen. Den Hof des Biobauern übernehmen will aber keines. "Die Arbeit muss so reduziert werden, dass alles einfacher wird. Notfalls kommt eine Arbeitskraft auf den Hof." Landwirt wolle er bleiben, denn schließlich wisse man ja nicht, ob er Bürgermeister werde und bleibe.

Nach seinen Zielen gefragt, meinte der 46-Jährige, er wolle das gute politische Klima, wie es unter Forster gewachsen sei, pflegen. Solide Finanzen und den Ausbau des Tourismus sieht er als wichtige Punkte. Für die Innenstadt gelte es, Verkehrslösungen zu finden. "Ich werde keine neue Umgehungsstraßenvariante präsentieren. Das wurde zehnmal durchgekaut." Vielmehr möchte er mehr Parkraum schaffen. Dann ließen sich die Leerstände im Markt reduzieren. Und er setzt auf eine gute Kommunikation mit den Nachbarn. "Irgendwann werden Wolfratshausen und Geretsried zusammenwachsen."

Seine Frau Christine möchte nicht in der Öffentlichkeit stehen. Doch habe sie ihm gleich per SMS gratuliert: "Sie weiß, dass das zu meinem Lebenswerk dazu gehört."