Wolfratshausen/Geretried:Supermarkt: Waldram läuft besser als Stein

Doch, sagt Klaus Heininger, der Laden in Waldram rentiere sich für ihn durchaus. Der erfahrene Einzelhändler leitet in dem Wolfratshauser Stadtteil seit fünf Jahren einen Edeka. Und anders, als CSU-Stadtrat Ewald Kailberth kürzlich im Geretsrieder Bauausschuss mutmaßte, lohnt sich das Geschäft. Kailberth hatte es in Zusammenhang mit dem geschlossenen Penny in Geretsried-Stein erwähnt, für den sich kein Betreiber eines Lebensmittel-Ladens mehr findet. Er hatte vermutet: "In Waldram der Supermarkt macht nicht unbedingt Gewinn." Heininger kennt auch den Standort Geretsried gut, denn dort betreibt er am Breslauer Weg einen 1400 Quadratmeter großen Edeka-Markt. Er arbeitet seit rund vierzig Jahren im Einzelhandel, war an vielen Orten von Starnberg bis München Marktleiter. Als sein Vorgänger Waldram aufgegeben hatte, erklärte Heininger, dort lebten mehr als 4000 Menschen, da müsse doch was gehen. Das hat sich nach seinen Worten bewahrheitet. "Es hat sich positiv entwickelt, ich bin zufrieden", sagt er. Als klar war, dass Penny in Stein aufgeben würde, sei auch er angefragt worden. Aber Heininger hält das, was ihm in Waldram gelungen ist, in Stein nicht für möglich. Hier habe er 800 Quadratmeter reine Verkaufsfläche, dort seien es gerade mal 500, da seien Frische-Theken kaum vorstellbar. Außerdem habe Waldram inzwischen rund 5000 Einwohner, Stein lediglich halb so viele. Dort würde sich nach seiner Einschätzung ein Lebensmittelgeschäft allenfalls lohnen, wenn die Miete nicht mehr als 2000 Euro betrüge.

© SZ vom 20.07.2021 / fam
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