Nach der Bürgerversammlung am Montagabend in Wolfratshausen gibt es gleich sieben Themen, mit denen sich der Bauausschuss als zuständiges Fachgremium im Stadtrat innerhalb von drei Monaten befassen muss. So viele Anträge wurden von der Mehrheit der insgesamt 72 stimmberechtigten Wolfratshauserinnen und Wolfratshauser in der Loisachhalle befürwortet. Meist geht es um den Verkehr, doch auch ein altbekanntes Thema ist dabei.
So werden die Stadträte erneut über eine solare Baupflicht diskutieren müssen, die sie im vergangenen Jahr mehrheitlich abgelehnt hatten. Thomas Martin hat seinen Antrag, der bereits auf der Bürgerversammlung 2022 angenommen worden war, einfach erneut gestellt. Die Stadt Bamberg habe mit der Pflicht für PV-Anlagen bei Neubauten und Dachsanierungen gute Erfahrungen gemacht, begründete Martin diesmal seine Forderung. Wolfratshausen solle dem Beispiel folgen. Mehrheitlich angenommen wurde auch sein zweiter Antrag, Wolfratshausen solle eine Baumschutzverordnung erlassen - diesmal nach dem Beispiel Geretsrieds.
Zwei Anträge betreffen die neu gestaltete Sauerlacher Straße
Gleich drei Themen konnte Lydia Lüthi-Kock erfolgreich auf die Agenda setzen: So forderte sie, ein unabhängiges Ingenieurbüro solle sämtliche Radwege in der Stadt auf ihre Sicherheit überprüfen. Die Mehrheit schloss sich auch ihrem Antrag an, auf der Fahrbahn der Schießstättstraße die für Radler gefährlichen Erhöhungen links und rechts der Bordsteine abfräsen zu lassen. Zudem wird der Bauausschuss darüber debattieren müssen, wie man die Sicherheit von Radlern und Fußgängern auf der Sauerlacher Straße vor dem neuen Edeka verbessern kann. Hierzu ist die Stadt, nach ähnlichen Beschwerden des Radfahrerclubs ADFC und des Bündnisses "WOR For Future", bereits im Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt Weilheim.
Die neu gestaltete Sauerlacher Straße im Bereich des Supermarkts betrifft auch der einzige Antrag Markus Feigls, dem die Bürger mehrheitlich zustimmten: Demnach soll vor dem Supermarkt eine Fußgängerampel entstehen. Auch wenn Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW) dem Ansinnen wegen der nahen Ampel am Bahnübergang kaum Erfolgsaussichten einräumte, werden sich die Stadträte im Bauausschuss damit befassen müssen.
Den ersten Antrag des Abends hatte Dieter Klug gestellt - und ein beidseitiges absolutes Halteverbot an der Faulhaberstraße in Waldram gefordert. Dies sei an der schmalen, einzigen Zufahrt zum Ortsteil unbedingt erforderlich, fanden Klug und die Mehrheit der Bürger im Saal.

