Wolfratshausen/BrodySpenden für Ukraine-Helferin

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Osteuropa-Verein unterstützt Mitarbeiterin, die in Brody an Hepatitis C erkrankt ist

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Bei einem Einsatz in Brody, der ukrainischen Stadt, der Wolfratshausen freundschaftlich verbunden ist, hat sich eine Mitarbeiterin der Osteuropahilfe der Landkreise Starnberg und Bad Tölz-Wolfratshausen mit Hepatitis C infiziert, dem gefährlichsten für die Leberentzündung verantwortlichen Virus. Wie der Verein mitteilt, ist die erkrankte Ukrainerin Nelia Anfang 30 und arbeitet seit Jahren in der Resozialisierungseinrichtung in Brody, einem Förderprojekt der Osteuropahilfe. Seit Ausbruch des Bürgerkriegs in der Ukraine werden dort auch Flüchtlinge aus dem Osten des Landes aufgenommen.

"Der Schock kam bei der jährlichen Routineuntersuchung", teilt der Verein mit. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Infektion mit dem Virus schon einige Zeit zurückliege. Angesteckt wurde die Mitarbeiterin nach Informationen der Osteuropahilfe von einer Bewohnerin der Einrichtung, die sich bei Waldarbeiten schwer verletzt hatte. Die 30-jährige Mitarbeiterin wurde gerufen und leistete Erste Hilfe. Später habe ein Arzt festgestellt, dass sie damit das Leben der Flüchtlingsfrau gerettet habe, heißt es in der Mitteilung des Vereins. Was allerdings zu diesem Zeitpunkt niemand wusste, war, dass die Schwerverletzte Hepatitis C hatte.

Seit einigen Jahren gibt es zur Behandlung von Hepatitis C neue wirksame und gut verträgliche Medikamente. Diese aber werden von den Herstellern zu hohen Preisen verkauft. Die Arzneimittelkosten für eine erforderliche Behandlungszeit von zwölf Wochen belaufen sich nach Informationen der Osteuropahilfe auf 40 000 bis 60 000 Euro.

Nelia ist inzwischen schwanger. Für das Baby sind die Risiken gering. "Aber die Sorge, dass sie als Mutter wieder gesund wird und ihr Kind großziehen kann, stellt eine schwere Belastung dar", teilt die Osteuropahilfe mit. Die Beschaffung günstiger Generika aus Indien sei inzwischen angelaufen.

Um die Behandlung sicherzustellen, bittet der Verein um Spenden: Stichwort "Nelia", Osteuropahilfe, Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen, IBAN: DE97 7005 430 600 550 03560, BIC: BYLADEM1WOR

© SZ vom 01.03.2016 / aip - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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