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Kriminalität:Festnahme im Fall des Wolfratshauser Messerstechers

Am Weiher, neben dem Campingplatz Wolfratshausen Badstraße wurde am Mittwoch eine verletzte Person nach einer Messerstecherei aufgefunden.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Am Mittwoch war ein Jugendlicher in der Badstraße niedergestochen worden, der Täter seitdem auf der Flucht. Nun hat die Polizei einen 17-jährigen Tatverdächtigen festgenommen.

Von Claudia Koestler

Nachdem in Wolfratshausen ein Jugendlicher niedergestochen wurde, hat die Polizei am Donnerstagabend einen 17-Jährigen als dringend Tatverdächtigen festgenommen.

Zu der Gewalttat ist es am Mittwoch kurz nach 13 Uhr im Bereich des Badweihers in Wolfratshausen gekommen. Ein 16-jähriger Jugendlicher aus dem Landkreis Starnberg ist von einem zunächst unbekannten Mann niedergestochen und im Brustbereich schwer verletzt worden. Das Opfer wurde umgehend in eine Klinik eingeliefert und noch am selben Tag operiert.

Dem Vorfall folgte ein Großeinsatz uniformierter und ziviler Polizeikräfte. Das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim übernahm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II umgehend die Ermittlungen.

Am Donnerstagabend konnte die Kripo schließlich nach umfangreichen Ermittlungen einen 17-jährigen Jugendlichen aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen festnehmen. Der 17-Jährige wurde auch im Landkreis gefasst, wie eine Polizeisprecherin auf Nachfrage bestätigt.

Für Staatsanwaltschaft und Polizei gilt es nun, die Hintergründe der Tat aufwendig zu ermitteln. Nach derzeitigen Erkenntnissen gehen die Ermittler der Kripo Weilheim davon aus, dass es zu einem vereinbarten Treffen zwischen den beiden Jugendlichen kam. Im Zuge des Treffens kam es dann zu einem Streit und einer daraus resultierenden, handgreiflichen Auseinandersetzung. Dabei verletzte der 17-jährige Tatverdächtige den 16-Jährigen mit einem Messer schwer.

Spezialisten der Kripo Weilheim sicherten zahlreiche Spuren, insbesondere auch im Zuge einer Tatortabsuche, und führten bereits eine Vielzahl von Vernehmungen durch. Die Ermittler konnten zudem die mutmaßliche Tatwaffe sicherstellen. Diese wird derzeit kriminaltechnisch untersucht.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Tatverdächtige am Freitag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Der 17-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Das Opfer ist nach Angaben der Polizei inzwischen außer Lebensgefahr.

© SZ.de/dpa/lot/cjk
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