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Wohnen:Sozialwohnungen im Zeitplan

Neun von zwölf Domizilen sind bereits vergeben

Nur ein Dreivierteljahr nach dem Richtfest sind die zwölf neuen Sozialwohnungen der Kommune fast bezugsfertig. Bereits zum 1. Oktober sollen die ersten Mieter im Gebäude an der Hauptstraße wohnen. Neun der zwölf Wohnungen sind bereits vergeben - ausschließlich an Münsinger. Im Laden des neuen Hauses wird es auch wieder einen Gemüsehändler geben. Er führte bereits ein Geschäft im auf dem Grundstück abgerissenen, früheren Milchhäusl. Während der Bauzeit für den ersten geförderten Wohnungsbau in Münsing war es in einem Container unweit des Rathauses untergebracht.

Zur Vergabe und Verwaltung der Wohnungen hat die Kommune mit der Geretsrieder Baugenossenschaft zusammengearbeitet. "Die Gemeinde Münsing liegt auf vorbildliche Art und Weise im Zeitplan", sagt deren Mitarbeiterin Antje Bütow. Sie hat im Frühjahr knapp 50 Interessenten für Wohnungen angeschrieben. Davon hätten sieben bereits Mietverträge unterschrieben - vom Senior über das junge Pärchen bis zu Menschen im mittleren Alter. "Das sind normale Werte."

Ausgewählt hat die Gemeinde die künftigen Bewohner nach einem Punktesystem. Je länger jemand in Münsing wohnte, um so mehr gab es beispielsweise davon bis zu maximal 30 Punkten. Weitere Boni schlugen etwa für ehrenamtlich Engagierte oder Beschäftigte der Kommune zu Buche. Hauptzielgruppe sind Personen mit niedrigem Einkommen.

Alle sechs Zwei-Zimmer-Wohnungen im Haus sind bislang vergeben. Noch unvermietet sind eine Ein-, eine Drei- und eine Vier-Zimmer-Wohnung. Bütow ist allerdings optimistisch, dass sie bald das ganze Gebäude mit Bewohnern füllen kann. Abgesagt habe sie 42 Interessenten. Manche hätten sich nicht mehr gemeldet oder fehlerhafte Unterlagen eingereicht, schildert sie.

Für den Bau hat die Kommune mehr als 4,5 Millionen Euro ausgegeben. Allerdings flossen auch staatliche Fördermittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Unter den Nachbarn waren die ursprünglichen Planungen umstritten. Sie hatten sich an den Dimensionen des aus ihrer Sicht zu wuchtigen Gebäudes gestört. Die Kommune hatte die Zahl der Wohnungen daraufhin von 14 und zwölf reduziert. Von einem gelungenen Projekt spricht Bütow. "Münsing hat es tatsächlich geschafft, den örtlichen Bedarf abzudecken", sagt sie.