Erneuerbare Energien im OberlandKeine Windräder an der Denkalm

Nach intensiver Prüfung  bleiben im Brauneckgebiet und am Leitenberg mögliche Flächen für Windkraftanlagen. Der Bereich Denkalm ist aus den Plänen gefallen.
Nach intensiver Prüfung  bleiben im Brauneckgebiet und am Leitenberg mögliche Flächen für Windkraftanlagen. Der Bereich Denkalm ist aus den Plänen gefallen. Petra Payer /oh

Der Planungsverband Oberland reduziert mögliche Standorte in Lenggries auf zwei Bereiche

Von Petra Schneider, Lenggries

Im Juni vorigen Jahres wurden Bereiche an Brauneck, Denkalm und Leitenberg als mögliche Standorte für Windkraftanlagen vorgestellt. Der Gemeinderat in Lenggries hatte zähneknirschend einer Fortführung der Planungen zugestimmt, allerdings die „Berücksichtigung der lokalen Besonderheiten“ angemahnt. In der Fortschreibung des Planungsverbands Oberland haben sich die möglichen Standorte nun auf zwei reduziert: Nach wie vor ist der Bereich Längental im Brauneckgebiet sowie das Areal am Leitenberg aufgeführt. Herausgefallen sei dagegen der Bereich Keilkopf bei der Denkalm, erklärt Bauamtsleiter Ronny Bousseljot auf Nachfrage.

Ob Windkraftanlagen an diesen Standorten tatsächlich gebaut werden, hänge freilich davon ab, ob sich ein Investor finde oder die Realisierung solcher Vorhaben von der Politik anders geregelt werde. Der Gemeinderat habe in der jüngsten Sitzung der Fortschreibung der Planungen jedenfalls erneut zugestimmt.

Bis zum Jahr 2032 müssen 1,8 Prozent der Fläche der Region 17, zu der die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Weilheim-Schongau gehören, als Vorrangflächen für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Entscheidendes Kriterium ist das durchschnittliche Windaufkommen. Ausschlusskriterien sind Natur- und Denkmalschutz, die Nähe zu Siedlungen oder Flugverkehr.

In Lenggries wurden im vergangenen Jahr weitere Ausschlusskriterien aufgeführt, die Gemeinderat und Verwaltung für nötig halten: Etwa Bereiche im Umfeld von Hütten, Wildschutzzonen, Wasserschutzgebiete und Areale, in denen Gleitschirmflieger unterwegs sind. Inwieweit diese Bedenken berücksichtigt wurden, lasse sich nicht sagen, erklärt Bousseljot. Fakt sei, dass der Bereich an der Denkalm nun gestrichen wurde.

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