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Wegen hoher Sanierungskosten:Ersatz für Schwimmbad

Kreis prüft Alternativen für Tölzer Schulzentrum

Diesen Schuh mag sich Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler) nicht anziehen. Er verwahrt sich gegen den Vorwurf, der Landkreis würde das Schwimmbad am alten Bahnhof, das von Gymnasium, Realschule, Förderzentrum und Jahnschule für den Sportunterricht genutzt wird, nicht "beackern". Hauptamtsleiter René Beysel informierte den Bauausschuss des Kreistags daher über den Stand der Untersuchungen. Unbestritten ist dabei, dass dieser Gebäudeteil dringend saniert werden muss.

Erst vor Kurzem habe es ein Treffen mit dem Architekten, einem Spezialbüro für Betonsanierung und dem Statiker gegeben, sagte Beysel. Die Experten hätten in den vergangenen Monaten die Gebäudesubstanz untersucht. Die Bohrungen hätten gravierende Ergebnisse erbracht, was die Chloridbelastung betreffe. Allein die Betonsanierung wird auf zwei Millionen geschätzt, die Erneuerung des Schwimmbades (Lehrschwimmbecken) auf etwa 3,8 Millionen Euro. Der Pausenhof bildet das Dach des Bades. Auch er muss saniert werden, sodass sich die Gesamtkosten auf etwa 7,9 Millionen Euro geschätzt belaufen. Weil das Schwimmbad sozusagen der Keller des Schulgebäudes sei, müsse etwas getan werden, sagte Beysel. Doch möchte die Verwaltung prüfen, ob ein Ersatzbau für das Schwimmbad nicht günstiger komme. Die Maßnahme soll 2021/2022 erfolgen. Im kommenden Jahr ist die Sanierung des Pausenhofs dran.