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Wasserversorgung:Eurasburg lässt Brunnen prüfen

Diese Ankündigung hatte die Gemeinde Eurasburg im Vorjahr alarmiert: Das Garmischer Landratsamt will nur noch in absoluten Ausnahmefällen zulassen, dass Eurasburg in trockenen Jahren einfach die Münchner Wasserleitung anzapft. Um die Versorgung sicherzustellen, hatte die Kommune 50 000 Kubikmeter frisches Wasser aus den Leitungen vom oberen Loisachtal, für die i das Landratsamt in Garmisch zuständig ist, entnommen. Da sich Eurasburg künftig selbst versorgen soll, lässt die Kommune nun prüfen, ob mehr Trinkwasser im Happerger Brunnen entnommen werden kann. Bisher beträgt dessen Volumen 33 0000 Kubikmeter Trinkwasser im Jahr. Wie Bürgermeister Moritz Sappl erklärt, habe Eurasburg noch etwa vier Jahre Zeit, eine Lösung zu finden. Bisher habe die Verwaltung schriftlich angefragt, ob die umliegenden Gemeinden im Notfall Trinkwasser an Eurasburg abgeben könnten. "Bis auf Münsing gab es immer Ablehnungen", berichtet Sappl. "Das wäre aber nur mit hohem technischen Aufwand zu schaffen." Deshalb prüfe Eurasburg nun prioritär, ob mehr Trinkwasser aus dem Brunnen in Happerg entnommen werden könne. Ein geologisches Fachbüro sei eingeschaltet worden. Die Untersuchungen seien aufwendig. Sollte eine erhöhte Wasserentnahme nicht möglich sein, müsste die Kommune nach Standorten für einen zweiten Brunnen suchen.

© SZ vom 12.05.2018 / bene

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