Von Dorfen bis Penzberg Acht Tage Kultur

Beate Himmelstoß spricht in ihrer Philosophie-Reihe über Friedrich Nietzsche.

(Foto: Veranstalter/oh)

Drinnen oder draußen? Kunst oder Konzert? Die Empfehlungen der SZ-Redaktion für eine Woche.

Nietzsche für alle

"Denken und Leben", unter diesem Titel trifft sich der Philosophische Kreis mit Beate Himmelstoß am Donnerstag, 17. Januar, im Konferenzraum des Golfclubs Bergkramerhof in Wolfratshausen. Thema der um 19.30 Uhr beginnenden Runde ist "Friedrich Nietzsche: Entzauberung und Kritische Gegenwärtigkeit, unzeitgemäße Betrachtungen". Um Anmeldung wird gebeten, Telefon 08177/84 24, Beitrag 10 Euro.

Schmidbauer allein

Werner Schmidbauer kommt mit seinem Solo-Programm "Bei mir" ins Vereineheim Dorfen. Er tritt in der Reihe "Brotzeit und Spiele" am Freitag und Samstag, 18. und 19. Januar, jeweils um 20 Uhr auf. "Nach 35 Jahren Liedermacherei und nach 22 Jahren im Duo mit Martin Kälberer ist es mir mittlerweile ein Bedürfnis, mit meinen Liedern auch mal alleine auf der Bühne zu stehen", erklärt er. "Ich möchte die Songs einfach mal pur erklingen lassen, mich als Sänger mit meiner Gitarre auf die Bühne stellen und die Essenz meiner Lieder gemeinsam mit dem Publikum erleben." Schmidbauer verspricht: "Wir werden zusammen hören, grooven, lachen, weinen und die Momente im Süden unserer Herzen genießen." Karten unter www.kartenengl.de, Telefon 08171/385 21 21.

Werner Schmidbauer tritt in der Reihe "Brotzeit und Spiele" auf.

(Foto: Veranstalter/oh)

Gitarre in der Gruppe

Ob mal bei einem Geburtstag ein kleines Ständchen begleiten oder beim Lagerfeuer ein paar Songs zum Besten geben - die Möglichkeiten, mit der Gitarre Lieder zu begleiten, sind fast unerschöpflich. Nachdem dies in den vergangenen Jahren bereits mehrmals mit großem Erfolg durchgeführt wurde, bietet das Musikzentrum Penzberg am Samstag, 26. Januar, erneut einen eintägigen Gitarrenkurs für Anfänger als Alternative zum Einzelunterricht an. Leiter ist Günter Sirsch, Inhaber des Musikzentrums. Information unter www.musikzentrum-penzberg.de, Telefon 08856/825 43.

Herren zu Besuch

An seinem zehnten "Kulinarischen Kulturabend" am Sonntag, 20. Januar, um 20 Uhr bekommt der Kulturverein Dietramszell Herrenbesuch aus München. So nämlich nennt sich ein Barbershop-Männerchor, der charmante musikalische Unterhaltung in deutscher, englischer und bairischer Sprache verspricht - von Spirituals über internationales Volksliedgut bis hin zu Swing, Rock und Pop. Das humorvolle Programm geht beim "Huber in Linden" (Dietramszeller Straße 9) über die Bühne und wird "mit vollem Körperausdruck emotional präsentiert", schwärmt Ursula Rosche vom Kulturverein. Sie nimmt auch Reservierungen entgegen, Telefon 08027/926, Einlass und Bewirtung von 18 Uhr an.

Iren im Süden

"Irish meets Bayerisch" heißt es am Freitag, 18. Januar, in der evangelischen Waldkirche Lenggries. Die Folk-Band Breaking Strings trifft auf Toni Fischer an der Zither, Sonja Schroth am Akkordeon und Sepp Müller am Schlagwerk. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ist bereits eine halbe Stunde früher. Der Eintritt ist frei, es werden Spenden für die Künstler erbeten.

Mit dabei in der Waldkirche: Sepp Müller, der Mü-Sepp.

(Foto: Manfred Neubauer)

Gitarristen mit Leidenschaft

Zwei hochkarätige Wiener Musiker eröffnen die neue Oberland-Konzertsaison: Am Sonntag, 20. Januar, leiten Michael Langer und Sabine Ramusch das neue Jahr mit einem Gitarrenkonzert ein. Im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern geht es von 18 Uhr an quer durch verschiedene Stile zur Sache: Die ausgefeilte Klangschönheit der notierten Musik und die spontane Energie der Improvisation ergänzen sich zu "Guitar and Passion". Karten gibt es im Benediktbeurer Klosterladen, bei München-Ticket und ab 17 Uhr an der Abendkasse.

Kabarettist voller Elan

"Alle machen, keiner tut was", klagt Kabarettist Christian Springer in seinem Solo-Programm, mit dem er am Sonntag, 20. Januar, auf der KKK-Kleinkunstbühne im Arabella-Brauneck-Hotel Lenggries gastiert. Springer fordert zum Mitdenken auf, und er reißt mit, dabei ist er wütend, bös und skurril. Sein hohes Tempo auf der Bühne bringt ihm einen Spitznamen ein: der "Turbo-Bayer". Stillstand nervt ihn: "Wir staunen über Ameisenhaufen. Toll, wie es da wuselt. Völliger Unsinn. Vierzig Prozent der Ameisen tun nichts. Absolut nichts. Und wir sind schlimmer." Er geht selbst dorthin, wo größte Not herrscht. Denn er unterstützt mit seinem Verein "Orienthelfer" seit Jahren die Opfer des Syrienkriegs und ist immer wieder selbst dort. Wenn es sein muss, schreibt er einen 80-Seiten-Brief an den Ministerpräsidenten, spricht im Europarat und zeigt auf, wo was im Argen liegt. Karten zu 24 Euro können bestellt werden per Mail an sabine@kkk-lenggries.de oder über Telefon: 08042/91 24 65.

Der tut was: Christian Springer.

(Foto: Nila Thiel)