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Virtuelle Eröffnung:Wir sind Geretsried

Streifzüge durch Geretsried

Besondere Orte hatten es den Ausstellungsmachern angetan - und natürlich die Menschen, die sie dort trafen.

(Foto: Veranstalter/oh)

Fotoausstellung zeigt die Stadt und ihre Bewohner

Was denken Geretsrieder über ihre Stadt? Diese Frage hat das Team von "Integration Aktiv" und den Hobbyfotografen Uwe Lischka, Mitarbeiter beim städtischen Bauhof, interessiert. Sie gingen auf die Straße und sprachen die Bürgerinnen und Bürger direkt an. Das Ergebnis ist eine Ausstellung mit dem Titel "Streifzüge durch Geretsried - auf der Suche nach Orten, Menschen und ihren Geschichten". Entstanden sind Fotografien und Interviews, die Zeugnis von der Lebendigkeit der Stadt ablegen.

Die Vielfalt in Geretsried wie auch das Thema Integration seien "natürlich" mit zum Gegenstand des Projekts geworden, teilen die Organisatoren mit. Denn es gebe vermutlich nur wenige Menschen, die im eigentlichen Sinne gebürtige Geretsrieder seien. Die Mehrheit mache Geretsried zu ihrer Wahlheimat. Bei der Fotoaktion interessierte das Team von "Integration Aktiv" letztlich auch, woher ihre Bewohner kommen, wo deren Wurzeln liegen und welche Geschichten sie mit Geretsried verbinden.

Die daraus entstandene Foto-Ausstellung wurde kürzlich virtuell bei einer Zoomkonferenz eröffnet. "Geretsried hat historisch betrachtet nur eine kurze Geschichte. Doch betrachtet man die Stadt durch die Augen ihrer Bewohner, so bündelt sie doch sehr viele und vielfältige Geschichten", sagte Bürgermeister Michael Müller in seiner Eröffnungsrede. Bei aller Vielfalt gebe es eine übergreifende Gemeinsamkeit in der Stadt: eine außerordentliche und ins Auge fallende Offenheit der Menschen.

Ursprünglich sollte das Projekt im April 2020 beginnen, doch die Corona-Pandemie machte ihm erst mal einen Strich durch die Rechnung. Im Sommer legten die Verantwortlichen aber mit vollem Einsatz los. Eine Woche am Stück wurden im Juli jeden Tag Interviews geführt und Fotos geschossen. Was für die Kreativen ermutigend und überraschend zugleich war: Die auf den Straßen angesprochenen Geretsrieder standen dem Fotoprojekt offen gegenüber und stellten sich gerne zur Verfügung.

Nun hoffen das Team wie auch der Fotograf Uwe Lischka, die Bilder in nicht allzu ferner Zukunft "real" in gebührendem Rahmen präsentieren zu können. Bis dahin ist die Ausstellung digital zugänglich: Sie ist auf der Homepage des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit zu sehen. Außerdem wird sie seit Freitag, 15. Januar, für die Dauer von zwei Wochen immer montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr in den Schaufenstern des Jugendzentrums "Saftladen" an der Adalbert-Stifter-Straße 15 im Bereich der Bushaltestelle sowie im Quartierstreff "Wir sind Stein" am Steiner Ring 10 über Bildschirme präsentiert, sodass sie bei einem Spaziergang besichtigt werden kann.

© SZ vom 18.01.2021 / SZ
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