Die Gemeinde Königsdorf hat ein großes Problem. Wie die Kommune mitteilt, ist seit Ende Januar fast täglich die Pumpstation in Königsdorf-Wiesen verstopft. Feuchttücher, Einmalwindeln oder ähnliche Hygieneartikel aus Gewebe, das sich in Wasser nicht auflöst, wird durch den Kanal angeschwemmt und verfängt sich in der Pumpe. Woher die „Fremdkörper“ stammen, kann man im Rathaus nur mutmaßen. „Vielleicht aus der Kranken- oder Säuglingspflege“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Da das Gewebe nicht zerreißt, blockiert irgendwann die Pumpe. Durch die Mitarbeiter des Abwasserzweckverbandes müsse jedenfalls anschließend die Pumpe ausgebaut und der Unrat mühsam entfernt werden, so die Gemeinde. Allein durch diese Arbeiten sei mittlerweile ein Schaden in Höhe von mehr als 8000 Euro entstanden.
„Sollte der Verursacher nicht gefunden werden, so müssen diese Kosten auf alle Anschließer umgelegt werden“, betont Tobias Riesch, stellvertretender Geschäftsleiter. Der Abwasserzweckverband und die Gemeinde fordern daher die Nutzer auf, keine Hygieneartikel, Tücher, Lumpen, Feuchttücher, Windeln und ähnliches in der Toilette zu entsorgen. Hinweise auf den Verursacher nimmt die Gemeinde unter der Rufnummer 08179/9312-16 an.

