Versorgung gewährleistet:Notverbund für Brunnen

Icking und Schäftlarn machen künftig gemeinsame Sache beim Wasser

Die Gemeinden Schäftlarn und Icking wollen als Nachbarn ihre Wasserversorgung künftig gemeinsam warten, auch wenn sie eine Landkreisgrenze trennt. Sollten in Zukunft Wartungsarbeiten am Schäftlarner Trinkwasserbrunnen erfolgen, oder eine Hauptleitung ausfallen, soll eine Notleitung der Gemeinde Icking aushelfen. Auch das Personal soll künftig zusammenarbeiten.

War bislang ein Notfall am Schäftlarner Brunnen, konnte sich Schäftlarn an die Kommune Starnberg wenden, um deren Wasser zu beziehen. Schwieriger wurde es allerdings, wenn die Hauptleitung kaputt war: Denn Starnbergs Leitung führte zum Schäftlarner Brunnen hin, aber nicht weiter. Für diesen Fall hat sich nun Schäftlarn mit der Gemeinde Icking zusammengetan. "Das gibt uns die maximale Sicherheit", sagte Schäftlarns Werkleiter Kilian Streidl, "weil wir dann von zwei Seiten einen Notverbund haben."

Insgesamt rund 775 Meter Leitungen sollen dafür nun verlegt werden. Schäftlarns Werkausschuss hatte bereits im Juli zugestimmt, dass die Gemeinde Icking im Zuge des neuen Radwegebaus an der B 11 von der Gemeindegrenze Schäftlarn bis zur Einmündung Alpenblickstraße eine Frischwasser-Notverbundleitung auf Schäftlarner Flur verlegen dürfe. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und werden voraussichtlich Ende des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Die Gemeinde Schäftlarn wird der Bau etwa 300 000 Euro kosten. Die Gemeinde Icking rund 600 000 Euro, da sie die Leitungen bergaufwärts legen muss und dafür Pumpen benötigt.

Neben der gemeinsamen Notversorgung wollen die beiden Kommunen Icking und Schäftlarn zudem auch in der Betriebsführung zusammenarbeiten. "Die gesetzlichen Vorgaben steigen und somit auch die Kosten", sagte Streidl. Statt eines Gesellen dürfe nun beispielsweise nur noch ein Wassermeister die Proben entnehmen. Schäftlarn hatte bislang zwei Wassermeister, die im zweiwöchigen Rhythmus ihre 24-Stunden-Bereitschaftsdienste antraten. Nun sollen sie sich zur Zeit- und Kostenersparnis mit den Wassermeistern Ickings zusammentun. Im alten Bauhof der Gemeinde Schäftlarn soll künftig ein gemeinsames Wasserwerk mit Büro und Werkstatt entstehen.

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