VerkehrsproblemeBitten, fordern, mahnen

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Die Ampelanlage an der Flinthöhe ist ein Ärgernis - nun hat das Bauamt nachjustiert

Von Claudia Koestler, Bad Tölz

Das Staatliche Bauamt Weilheim hat die Ampelanlagen auf der Flinthöhe am Donnerstag neu programmiert. Und das zeige Wirkung: "Im Abendberufsverkehr war bereits eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation zu erkennen", heißt es in einer Pressemitteilung. Auch am Freitagmorgen sei das Stauchaos der vergangenen Wochen ausgeblieben. Das Provisorium war notwendig geworden, weil Anfang November die Ampelanlage an der B 472/B 13 am Flintareal aus Altersgründen vollständig ausgefallen war. In der Folge mussten an den drei Kreuzungen und Einmündungen Sachsenkamer Straße, Flintkaserne und Albert-Schäffenacker Straße provisorische Ampelanlagen errichtet werden, weil auch die dortigen Anlagen ähnlich alt waren. Doch das alte Signalprogramm ließ sich nicht eins zu eins übertragen, was lange Staus verursachte. Nun aber half die Neuprogrammierung eines externen Fachberaters. Die drei Ampelanlagen werden laut Bauamt im Frühjahr 2018 vollständig erneuert. Die dann modernste Technik soll den Verkehrsfluss weiter verbessern.

Die Situation auf der Flinthöhe hatte Bürgermeister Josef Janker (CSU) in der jüngsten Stadtratssitzung noch zu einem verbalen Ausbruch verleitet. "Die Leidtragenden sind alle Verkehrsteilnehmer, alle Arbeitnehmer, Pendler, auch die Geschäfte und Betriebe der Gemeinden im Isarwinkel und der Umgebung, Touristen, Besucher und Urlauber und im besonderen wir, die Stadt Bad Tölz", sagte er. Denn viele glaubten, "die Schuldigen an dem Desaster sind wir. Aber verantwortlich ist ausschließlich das Staatliche Bauamt, und zwar für den Betrieb der Ampelanlage, für die geplante neue Ampelanlage im Frühjahr und die Interimslösung jetzt." Die Stadt könne "eigentlich gar nichts tun", außer "bitten, fordern, mahnen". Die betroffenen Verkehrsteilnehmer hingegen rief er auf, ihren Protest an die Medien, an das Staatliche Bauamt Weilheim, die Regierung "und von mir aus auch an den Ministerpräsidenten" zu richten.

Innenstaatssekretär Gerhard Eck habe Janker eindringlich gebeten, dem Bauamt klare und verbindliche Vorgaben zu machen und damit Prioritäten zu setzen. Für ihn habe die Umfahrung von Bad Tölz als Lösung der Verkehrsprobleme höchste Priorität. Für Dienstag, 5. Dezember, sei ein Termin mit Vertretern des Bauamts, dem Planer des Turbokreisels am Moraltverteiler, der Polizei und Mitarbeitern der Stadt angesetzt, bei dem es auch um die Flinthöhe respektive die Umfahrung gehen werde.

© SZ vom 02.12.2017 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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