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Urteil:Vier Jahre Haft für Betrüger

Der Bürokaufmann hatte mehrere Luxusautos ergaunert

Ein Bürokaufmann aus dem Landkreis mit einem ausgeprägten Faible für luxuriöse Autos ist vor dem Landgericht München II wegen Betrugs, Urkundenfälschung, Unterschlagung und Verleumdung zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Zwischen November 2018 und Dezember 2019 hatte sich der 32-Jährige Autos im Wert mehrerer hunderttausend Euro ergaunert, darunter Limousinen von Audi, BMW und Mercedes sowie SUVs von Porsche. Um den Anschein eines solventen Kunden zu erwecken, gab sich der Bürokaufmann als Millionär, Kriminalpolizist und Grundstücksbesitzer aus. Seine Kontoauszüge und Bezugsmitteilungen, die er in Autohäusern vorlegte, waren allerdings gefälscht.

Der 32-Jährige hatte bereits zum Auftakt des Prozesses am Montag dieser Woche über seinen Verteidiger ein umfassendes Geständnis abgelegt. Mit den Taten habe er seine "Behinderung kompensieren" wollen, räumte der Bürokaufmann ein. Trotz einer spastischen Lähmung, wegen der er auf einen Rollstuhl angewiesen ist, kann der 32-Jährige Auto fahren. Dem Urteil war auf Initiative des Verteidigers ein Rechtsgespräch vorausgegangen. Für den Fall eines umfassendes Geständnisses hatten die Richter der 1. Strafkammer am Landgericht München II dem Bürokaufmann eine Haftstrafe von nicht mehr als vier Jahren und drei Monaten und nicht weniger als drei Jahren und neun Monaten zugesagt. Außer dem Geständnis hielt das Gericht dem 32-Jährigen unter anderem zugute, dass er ein zivilrechtliches Schuldanerkenntnis unterschrieben hat und besonders haftempfindlich ist.

© SZ vom 17.07.2021 / sal
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