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Umbau in Penzberg:Kindergarten wird teurer

Kosten für Erweiterung am Daserweg steigen um 220 000 Euro

Von Alexandra Vecchiato

Wer ein in die Jahre gekommenes Gebäude umbaut, den erwarten oft so manche Überraschungen. Und die können kostspielig sein. Die Stadt Penzberg muss bei der Erweiterung und Sanierung des städtischen Kindergartens am Daserweg tiefer in die Tasche greifen. Zusätzliche Arbeiten bescheren Mehrkosten von gut 220 000 Euro. Somit belaufen sich die Gesamtkosten für die Bauarbeiten derzeit auf mehr als 4,4 Millionen Euro.

Im August 2020 hatten die Arbeiten am Daserweg begonnen. Die Corona-Pandemie verhinderte zunächst den Baufortschritt. Wie Architekt Christian Holzer den Mitgliedern des städtischen Bauausschusses erklärte, mussten unter anderem zusätzlich Erdarbeiten vorgenommen werden. Beim Graben wurde Kohle gefunden, die gesondert entsorgt werden musste. Starke Regenfälle hätten das Weitermachen auf der Baustelle ebenfalls erschwert, ferner sei man auf "Felsrippen" gestoßen, sagte Holzer. "Das hat uns zeitlich etwas aufgehalten." Wie sich herausstellte, sei der Vollwärmeschutz der Gebäudehülle im Bereich des Innenhofs nicht fachgerecht ausgeführt gewesen. "Der musste komplett erneuert werden." Weitere Arbeiten, die früher oder später anfallen werden, sollten sinnvollerweise auch gleich miterledigt werden.

Dennoch ist der Architekt zuversichtlich, dass der Erweiterungsbau im Herbst bezugsfertig sein wird. "Es sind mehr als 90 Prozent der Arbeiten ausgeschrieben", betonte Holzer. Stadtrat Jack Eberl (Freie Lokalpolitik Penzberg) fragte nach, was es mit der Kostensteigerung bei der neuen Möblierung des Kindergartens auf sich habe. 46 000 Euro mehr sollen Stühle und anderes Mobiliar kosten. "Die erste Schätzung war nicht durch Nutzeranforderungen belegt", erwiderte der Architekt. Im Gespräch mit der Verwaltung und der Kindergartenleitung sei diese Schätzung verfeinert worden. Im Rathaus seien die Wünsche abgesegnet worden, da nun die städtische Einrichtung vollständig ausgestattet werden könne. Das bestätigte Bauamtsleiter Justus Klement: Eine Prüfung sei erfolgt, die zusätzliche Möblierung werde für das pädagogische Konzept für notwendig erachtet, sagte er im Bauausschuss. Das Gremium genehmigte die Mehrkosten einstimmig.

© SZ vom 18.06.2021
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