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Trotz Corona:Bad Tölz bastelt an Konzepten

Stadt plant für Leonhardiritt und Christkindlmarkt

Von Klaus Schieder, Bad Tölz

Bis zur Leonhardifahrt und zum Christkindlmarkt wird noch viel Wasser die Isar hinab fließen, aber schon jetzt gehen im Tölzer Rathaus vermehrt Anfragen ein, ob beides wegen der Corona-Pandemie heuer überhaupt stattfinden kann. Umritt und Markt locken jedes Jahr Tausende Besucher in die Kurstadt und gehören damit zu den Großveranstaltungen, die bis zum 31. Oktober untersagt sind. Was danach gilt, ist noch völlig unklar. Gleichwohl werden in Bad Tölz die Planungen für den traditionsreichen Leonhardritt am 6. November und den vierwöchigen Budenzauber im Advent vorangetrieben. Spätestens zum Ende der Sommerferien tauche man damit in "die heiße Phase" ein, teilt Birte Otterbach mit, Pressesprecherin der Stadt.

Noch gebe es keinen Grund, die zwei Termine zu streichen, meint Bürgermeister Ingo Mehner (CSU). Eine Einschätzung, ob er das Ende des Verbots von Großveranstaltungen im November denn für wahrscheinlich halte, mag er derzeit nicht abgeben. Das sei "schlicht nicht möglich", so Mehner. Die Stadt bereite sich auf unterschiedliche Szenarien vor. "Entscheidend wird aber sein, welcher rechtliche Rahmen vom Freistaat Bayern ab November gesetzt werden wird." Der Tölzer Bürgermeister verweist auf die 6. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung vom 19. Juni. Darin stehe, dass ob der Infektionsgefahren bei Menschenansammlungen "auch großes Augenmerk auf das Vorliegen geeigneter Schutz- und Hygienekonzepte und deren Einhaltung zu legen" sei.

Leonhardritt und Christkindlmarkt hätten für Bad Tölz eine große Bedeutung, betont der Rathauschef. "Wir sind uns aber auch unserer Verantwortung bewusst, der Schutz der Teilnehmer und der Besucher muss erste Priorität haben." Deshalb arbeite man in der Stadtverwaltung gerade an den Konzepten für Ritt und Markt. Das sei aufwendig und kompliziert, sagt Mehner. "Wir möchten aber nichts unversucht lassen." Nähere Informationen könne man im Herbst geben.

© SZ vom 03.08.2020

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