"Aktion im Advent":"Tölz hilft" mit Wunschbäumen

Lesezeit: 1 min

"Aktion im Advent": Mehr als 350 Geschenke kamen voriges Jahr durch die Wunschbaumaktion der Initiative "Tölz hilft" zusammen.

Mehr als 350 Geschenke kamen voriges Jahr durch die Wunschbaumaktion der Initiative "Tölz hilft" zusammen.

(Foto: privat/oh)

Initiative wirbt um Paten, die Geschenke für bedürftige Kinder und Jugendliche kaufen und verpacken. Partner sind Caritas, Kommunen, Schulen - und viele Geschäfte.

Von Klaus Schieder, Bad Tölz

Für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene ist es immer ein wenig traurig, wenn sie sich zu Weihnachten einen Wunsch haben, der aber aus unterschiedlichen Gründen nicht erfüllt werden kann. Im November 2019 haben sich deshalb vier Einzelpersonen, die anonym bleiben möchten, zu der Initiative "Tölz hilft" zusammengetan. Ihre Idee: In Geschäften und Büros sollen Wunschbäume aufgestellt werden. An den Zweigen hängen nummerierte Zettel, auf denen Kinder und Jugendliche notiert haben, was sie sich wünschen. Die Kunden, die einen Zettel nehmen, kaufen das entsprechende Geschenk, verpacken es liebevoll und geben es mit der Nummer des Zettels im Geschäft zurück. Voriges Jahr kamen so mehr als 350 Weihnachtspräsente zusammen.

"Tölz hilft" ist nicht nur in der Kurstadt aktiv, sondern mittlerweile an zehn Standorten im Landkreis. Zu den Einrichtungen, mit denen die Initiative kooperiert, gehören das Caritas-Zentrum Bad Tölz-Wolfratshausen, die Tölzer Jugendförderung und das Tölzer Schenk-Räumchen. Da die Mitglieder von "Tölz hilft" aus Gründen des Datenschutzes und der Anonymität nicht persönlich zu den Familien gehen wollen, haben sie sich Partner gesucht, die wissen, wo wirklich Bedarf herrscht. Dazu zählen das Amt für Jugend und Familie des Landkreises, die Wohneinrichtungen der Lebenshilfe, die Von-Rothmund-Schule, die Heilpädagogische Tagesstätte des Augustinums und die Villa Südwind. Die Wünsche der Kinder und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen mit und ohne Behinderung seien "so unterschiedlich wie die Menschen dahinter" und reichten "von Brettspielen über warme Kleidung, Lernspielzeug, Musikinstrumente bis zu einem Lego-Bausatz", teilt die Initiative mit.

Als Wunschbaumpaten haben sich bislang unter anderem Friseurgeschäfte, Lotto-Läden, Supermärkte, Kosmetiksalons, Makler und Apotheken beteiligt, von Ascholding und Bad Heilbrunn über Bad Tölz bis nach Gaißach und Lenggries. "Uns ist dabei natürlich wichtig, dass die Geschenke möglichst nicht online, sondern beim lokalen Fachhandel gekauft werden, um auch diese in der derzeitigen Situation zu unterstützen", erklärt die Initiative. Wer helfen möchte, kann sich auch die Kosten (bis zu 50 Euro) mit Freunden oder der Familie teilen. Weitere Auskünfte gibt es per E-Mail an toelzhilft@web.de oder auf Facebook (https://www.facebook.com/ToelzHilft/).

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema