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Stehende Welle:Brettlfans gesucht

Stefanie und Marcus Kastner sind die Initiatoren der stehenden Surfwelle für Wolfratshausen.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Das Crowdfunding für die Surfwelle in Wolfratshausen hat begonnen. Jeder kann das Projekt unterstützen. Bis März sollen so mindestens 20 000 Euro zusammenkommen.

Wer etwas dazu beitragen will, dass Wolfratshausen eine eigene Surfwelle bekommt, kann das jetzt tun. Denn der Verein "Surfing Wolfratshausen", der die stehende Welle auf dem Unterwasserkanal bei der Weidachmühle vor der Einmündung in die Loisach einrichten will, hat nun eine Plattform für sogenanntes Crowdfunding: Unter rileg.viele-schaffen-mehr.de/surfing-wolfratshausen auf der Homepage der Raiffeisenbank kann jeder für das Projekt spenden. Ziel sei es, so bis März etwa 20 000 Euro aufzubringen, sagt Stefanie Kastner, die mit ihrem Mann Marcus das Projekt Surfwelle initiiert hat. "Aber wenn es mehr wird, schadet es auch nicht."

Auf der Spendenplattform der Genossenschaftsbank kann jeder so viel für die Welle spenden, wie er möchte: Dazu muss man nur auf den Button "Projekt jetzt unterstützen" klicken, die Summe eingeben und die gewünschte Zahlungsart wählen. Wird die festgelegte Summe bis zum 4. März 2018 erreicht, erhalten Spender in regelmäßigen Abständen Informationen über den Projektstatus - und ein kleines Dankeschön vom Verein. Die Genossenschaftsbank Isar-Loisachtal gibt zu jeder Spende noch fünf Euro.

Wenn das Vorhaben scheitert, erhalten die Spender ihr Geld zurück

Wenn die Crowdfunding-Aktion erfolgreich abgeschlossen ist, wird das Geld an die Stadt Wolfratshausen ausgezahlt, die es bis zum Bau der Welle verwaltet. Für Spenden von 200 Euro und mehr stellt die Stadt auch Bescheinigungen aus. Sollte die Welle aus irgendeinem Grund nicht gebaut werden können, werden alle Spender per E-Mail kontaktiert und bekommen ihr Geld zurücküberwiesen. Wer per Kreditkarte zahlt, muss der Stadt seine Kontoverbindung mitteilen.

Auf der Crowdfunding-Seite der Raiffeisenbank wird das Projekt ausführlich beschrieben. Zudem ist dort ein kleiner Film zu sehen, in dem die Kastners und andere Vereinsmitglieder für die Wolfratshauser Surfwelle werben. Der Wasserbauingenieur Roland Hoepffner erklärt kurz die Wellenkonstruktion. Diese soll sowohl auf die unterschiedlichen Wasserstände reagieren können als auch für Anfänger und Fortgeschrittene Surfer geeignet sein. Auch Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW) kommt in dem Film zu Wort. Fluss-Surfen sei "für eine Stadt wie Wolfratshaussen die ideale Wasserportart", sagt er. Die Welle sei eine wunderbare Ergänzung zur Flößerei und "ein toller Imagegewinn" für Wolfratshausen.

Die Vereinsvorsitzende Kastner will im kommenden Frühling für die Surfwelle einen Antrag auf Förderung beim so genannten Leader-Programm der Europäischen Union stellen. Das würde die Hälfte der Baukosten für die Welle übernehmen, die laut Machbarkeitsstudie zirka 320 000 Euro betragen. Wird das Projekt in das europäische Förderprogramm aufgenommen, beteiligt sich die Stadt Wolfratshausen laut Stadtratsbeschluss mit 100 000 Euro am Bau der Welle. Den Rest, mindestens 60 000 Euro, muss der Verein laut Statuten aus Spendengeldern aufbringen.

Wie Kastner berichtet, konnten sie und ihre Mitstreiter bislang etwa 20 000 Euro generieren - aus Spendenzusagen und Einnahmen aus ihren zwei "Surf's Up"-Parties und anderen Aktionen. So hatte der Verein beispielsweise am vergangenen Samstag einen Stand auf dem Wolfratshauser Christkindlmarkt, wo die Surfer durch den Verkauf von Brotzeitbrettern und Kaffeebechern rund 600 Euro eingenommen haben. Kastner und ihre Mitstreiter gehen zudem weiterhin auf Werbetour bei Firmen aus der Region, die sich mit Spenden an der Welle beteiligen sollen.

Crowdfunding im Internet unter rileg.viele-schaffen-mehr.de/surfing-wolfratshausen. Alles zum Projekt unter der Adresse surfing-wolfratshausen.de