Mit der Aktion „Bist du sicher?! – Parke fair“ hat der Zweckverband Kommunale Dienste Oberland am vergangenen Wochenende einen eigenen Sommer-Rekord aufgestellt. Rund um den Starnberger See monierte er 365 Verkehrsverstöße. „In drei Fällen wurde ein Abschleppvorgang angeordnet“, teilt der Verband in einer Pressemeldung mit. In drei weiteren Fällen seien die Fahrzeughalter noch rechtzeitig erschienen, um ihre Gefährte selbst aus den blockierten Bereichen zu entfernen.
Wie auf Bannern und in den Medien angekündigt, hatte der Zweckverband in Absprache mit der Polizei rund um den Starnberger See einen verschärften Blick auf Falschparker in Rettungswegen und Feuerwehranfahrtszonen geworfen. Angesichts des wachsenden Freizeitdrucks, der auf der Region lastet, wird in mehreren Kommunen seit Anfang Juli das vereinfachte Abschleppverfahren angewandt. Bereits am Freitag hatte das Badewetter Tausende Besucher an den See gelockt. Am Samstag war der Andrang auf Park- und Schattenplätze noch größer. Besonders eng wurde es in Tutzing, wo die traditionelle Fischerhochzeit gefeiert wurde.

In fünf der acht beteiligten Kommunen begleiteten Bürgermeister oder Gemeindevertreter die Verkehrshüter, um sich selbst ein Bild zu machen. Auch Benjamin Bursic, Geschäftsführer des Zweckverbands, suchte den Austausch mit Gästen und Anliegern. „Die Rückmeldungen waren durchweg positiv“, erklärt er. „Viele Menschen haben uns bestätigt, dass sie ein konsequentes Vorgehen gegen das Zuparken von Rettungswegen für notwendig halten.“ Wie sein Kollege Maximilian Brummer es formuliert: „Freie Rettungswege sind keine Empfehlung, sondern eine absolute Notwendigkeit.“
Allein in Starnberg wurden laut Bursic am Wochenende 199 Verwarnungen ausgestellt, acht Fahrzeuge standen in einem Rettungsweg. Die Einnahmen der Stadt aus der kommunalen Verkehrsüberwachung betrugen seiner Auskunft nach im vergangenen Jahr 151 000 Euro beim fließenden Verkehr – und 427 000 Euro beim ruhenden Verkehr.

