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Starnberg:Oper zum Mitmachen

Oper in Starnberg

Mit Henry Purcells "Dido und Aeneas" feierte das Projekt "Oper in Starnberg" im Juli 2014 an zwei ausverkauften Abenden Premiere.

(Foto: Veranstalter)

Außergewöhnliches Projekt für Laien und Profis

Es ist ein außergewöhnliches Projekt: Jung und Alt, Profis und Laien, begeistern sich für ein gemeinsames Ziel: Sie machen "Oper in Starnberg", und das heuer bereits zum zweiten Mal. Am 17. und 18. Juni steht in der Schlossberghalle Starnberg "Der Bajazzo" von Ruggero Leoncavallo auf dem Spielplan, nicht etwa in einer konzertanten Aufführung, sondern szenisch, mit Bühnenbild, Kostümen, einem international bekannten Orchester, deutschlandweit gecasteten Solosängern, einem renommierten Regisseur sowie Chor und Tänzern. Dirigent und Intendant ist Andreas Sczygiol, der auch Ideengeber, Organisator und das Herz von "Oper in Starnberg" ist. Bekannt ist er in der Region als Leiter des Vokalensembles Fünfseenland, das den Opernchor bildet, unterstützt von Sängern aus Icking und München. Als Orchester reisen die Prager Philharmoniker an. Für die Choreographie zeichnet Nikolay Georgiew mit Schülern des Ballettzentrums Starnberg verantwortlich. Viele Ehrenamtliche - bei den Kostümen, beim Bühnenbild, beim Catering oder in der Organisation - machen das Projekt erst möglich, aber auch die Profis verzichten auf einen Teil ihrer Gagen.

"Der Bajazzo" ist Leoncavallos größter Erfolg und sein einziges Werk, das es zu Weltruhm brachte. Als Vorstück kommt eine Orchestersuite aus Leoncavallos Oper "I Medici" zur Aufführung, ein verschollenes Werk, das bislang nur ein einziges Mal in Südamerika gespielt wurde. Regie führt Hugo Wieg, Haus- und Hofregisseur bei den Opernfestspielen in Bad Hersfeld. Solisten sind Jason Papowitz, Marieke Wikesjo, Hongyu Chen, Jens Müller und Sören Richter. "Oper in Starnberg" soll sich in den nächsten Jahren weiterentwickeln, möglicherweise wird es mehr als zwei Abende geben, aber es soll den selbst gemachten Charakter behalten, sagt Andreas Sczygiol. "Wir machen hier eben nicht ein kleines Nationaltheater auf dem Land, sondern Oper zum Anfassen, zum Mitmachen, zum Mittendrinsein." Karten gibt es in der Schlossberghalle Starnberg (Telefon 08151/77 21 36) und beim Tourismusverband Starnberger Fünfseenland (08151/90 600), Informationen unter www.oper-in-starnberg.de