Sparkasse Tölz-Wolfratshausen Neuer Wohnkomplex in Bad Tölz

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24 Wohnungen errichtet die Sparkasse Tölz-Wolfratshausen an der Lenggrieser Straße in Bad Tölz. 2026 sollen sie bezugsfertig sein.
24 Wohnungen errichtet die Sparkasse Tölz-Wolfratshausen an der Lenggrieser Straße in Bad Tölz. 2026 sollen sie bezugsfertig sein.
Manfred Neubauer

Das Kreditinstitut errichtet 24 Wohnungen an der Lenggrieser Straße, vorwiegend für eigene Angestellte. Die Kosten belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro.

Von Klaus Schieder, Bad Tölz

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Christian Spindler hat selbst noch in dem alten Wohnblock aus den Sechzigerjahren gelebt, den die Sparkasse Tölz-Wolfratshausen an der Lenggrieser Straße besaß. Ob es darin nicht elend kalt war? Nein, sagt der stellvertretende Vorstandvorsitzende, „das ist eigentlich gegangen“. Aber dafür sei es laut gewesen, „die Autos sind da ja durchgefahren“. Schließlich ist die Straße vor der Haustür, die von der Altstadt bis zum Moralt-Gelände führt, eine der Tölzer Hauptverkehrsadern, die nahe dem Wohnblock auch noch eine S-Kurve macht. Das am Ende unansehnliche Wohnhaus, das eine Weile noch als Asylunterkunft diente, wurde vor einem Jahr abgerissen. Seither entsteht dort ein Neubau mit insgesamt 24 Wohnungen. Der Grundstein wurde jetzt am Montag gelegt – mit einer Zeitkapsel, einer Zeitung, Münzen und Fotos von dem Altbau.

Der neue Wohnkomplex besteht aus drei Gliedern, die einen Innenhof auf der straßenabgewandten Seite umfassen. „Das neue Gebäude wird seiner Rolle als Eintrittstor zur Altstadt von Bad Tölz gerecht werden“, meint Architekt Udo Brückner aus Geretsried. Die drei viergeschossigen Baukörper sind jeweils nach Süden und Westen orientiert und um einen Gartenhof mit Kinderspielplatz gruppiert. Die 24 Wohnungen mit zwei, drei oder vier Zimmern haben jeweils einen eigenen Balkon, respektive eine eigene Terrasse. „Damit schaffen wir noch mehr attraktiven Wohnraum als in unserem bisherigen Gebäude mit 16 Wohnungen“, betont Renate Waßmer, Vorstandvorsitzende der Sparkasse. Die Gesamtwohnfläche beziffert sie auf 1836 Quadratmeter, die Kosten belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro.

Den Grundstein für den Neubau legen (v.l.) Architekt Udo Brückner, Renate Waßmer, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, und ihr Stellvertreter Christian Spindler.
Den Grundstein für den Neubau legen (v.l.) Architekt Udo Brückner, Renate Waßmer, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, und ihr Stellvertreter Christian Spindler.
Manfred Neubauer

Alle Quartiere sollen zu marktüblichen Preisen vermietet werden, vorwiegend an Beschäftigte der Sparkasse, aber auch an externe Personen. „Mit unserem Neubau schaffen wir Wohnraum in einer Zeit, in der trotz hohem Bedarf deutlich weniger Wohnungen entstehen“, sagt Spindler. Damit komme die Sparkasse auch ihrer Verantwortung als „wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region“ nach. Außerdem verweist Pressesprecher Thomas Bundschuh darauf, dass man als attraktiver Arbeitgeber ein Zeichen setzen wolle. Um junge Leute zu gewinnen, sei es „definitiv so, dass man mehr tun muss als früher“, sagt er.

Tiefgarage, PV-Anlage und Anschluss an das Nahwärmenetz der Stadtwerke

Auf dem Gelände an der Lenggrieser Straße sind insgesamt 44 Parkplätze vorgesehen, die meisten davon in einer Tiefgarage, ein paar auch oberirdisch. Früher wurden die Autos im Hof abgestellt, eine Tiefgarage gab es nicht. Was die Energieversorgung betrifft, wird der neue Wohnkomplex an das Nahwärmesystem der Tölzer Stadtwerke angebunden, die sich mit ihrem Hauptsitz nur wenige Hundert Meter weiter an der Lenggrieser Straße befinden. Außerdem ist eine Photovoltaikanlage geplant. Wenn alles nach Wunsch läuft, wird das Wohngebäude im Jahr 2026 bezugsfertig sein.

Der Neubau ist nicht die einzige Immobilie, die von der Sparkasse vor allem für Mitarbeitende vorgehalten wird. Über dem Beratungscenter an der Egerlandstraße in Geretsried entstanden ebenfalls 24 Wohnungen, auch sonst verfügt das Kreditinstitut im Landkreis über Quartiere, beispielsweise in Wolfratshausen und in Sachsenkam. Wer an der Lenggrieser Straße künftig einzieht, muss sich übrigens nicht – wie einst Spindler – wegen Autolärms in Geduld üben. Anders als in den Sechzigerjahren gibt es schließlich Schallschutzfenster.

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