Silvester-BilanzGesprengter Eimer, betrunkene Fahrer

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Polizei spricht dennoch von einem ruhigen Jahreswechsel

"Die Nacht auf den Jahreswechsel 2022 verlief im Zuständigkeitsbereich weitestgehend ruhig": Zu diesem Fazit kommen die Beamten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, zu dem auch der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gehört.

In der Silvesternacht wurden die Mitarbeitenden der Polizeidienststellen im südlichen Oberbayern zwar zu insgesamt 273 Einsätzen gerufen; beim vorangegangenen Jahreswechsel waren es noch 219 Einsätze gewesen. Doch trotz der Steigerung ist es insbesondere im Landkreis heuer nur zu vereinzelten Straftaten, Unfällen und Verletzungen gekommen, einige davon unter Einfluss von Alkohol. "Erwartungsgemäß stieg die Zahl der Einsätze gegen Mitternacht stark an und beschäftigte die Polizistinnen und Polizisten bis in die frühen Morgenstunden hinein", heißt es im Bericht. Aber "erfreulicherweise hielten sich auch die allermeisten Menschen an die derzeit geltenden Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie."

Am letzten Tag des Jahres 2021 hatte ein 63-jähriger Wackersberger wohl schon während des Tages zu viel Alkohol getrunken. Gegen 16 Uhr ging bei der Polizeiinspektion Bad Tölz die Mitteilung ein, dass es dem Autofahrer auf dem Parkplatz bei Rimslrain auf der Kreisstraße Töl 7 nicht gut gehe. Dort stellten die Beamten bei dem Fahrer Alkoholgeruch fest, ein Test ergab knapp 1,3 Promille. Die Polizisten stellten seinen Führerschein sicher und verboten ihm die Weiterfahrt. Den Wackersberger erwartet nun ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr mit einer längeren Zeit ohne Fahrerlaubnis.

In der Silvesternacht wurde in Bad Tölz ein Metallmülleimer in der Nähe eines Discounters durch einen Feuerwerkskörper mutwillig zerstört. "Der Sachschaden wird auf circa 250 Euro geschätzt", schreibt die Polizei.

Am Neujahrsmorgen kontrollierten die Beamten gegen 2.15 Uhr einen 49-jährigen Lenggrieser, der mit seinem Auto in Gaißach-Untergrieß auf der Kreisstraße Töl 16 unterwegs war. Auffallend sei gewesen, dass an dem Wagen beide rechten Reifen platt waren und beim Fahrer starker Alkoholgeruch wahrnehmbar war, so der Bericht. Der Alkoholtest ergab einen Wert von 1,8 Promille. Führerschein und Schlüssel wurden sofort eingezogen. Den Lenggrieser erwartet nun ebenfalls ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr, "auf eine längere Zeit ohne Führerschein muss er sich wohl einstellen", erklärt die Polizei.

Gegen 7.50 Uhr ereignete sich auf der Zufahrt zur Bergbahn Brauneck ein Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden. Dabei fuhr ein 56-jähriger aus Kirchheim mit seinem Auto bergaufwärts. In einer Rechtskurve rutschte er auf vereister Fahrbahn geradeaus und prallte mit dem entgegenkommenden Wohnmobil eines 58-jährigen Mannes aus Werther zusammen. Dabei wurden beide linken Fahrzeugseiten beschädigt. Die Polizei schätzt die Schadenshöhe auf etwa 10 000 Euro.

© SZ vom 03.01.2022 / cjk - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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