Großprojekt in Geretsried:Weniger Kosten für Schulzentrum

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Am Schulzentrum Geretsried stehen als nächstes die Generalsanierung SEKE und der Dreifachturnhalle auf dem Programm. (Foto: Hartmut Pöstges)

Die jüngsten Berechnungen für die Generalsanierung ergeben eine Einsparung von rund 1,42 Millionen Euro. Die staatlichen Fördermittel fallen erheblich höher aus, allerdings sind auch die Baupreise stark gestiegen.

Von Klaus Schieder, Geretsried

Der Landkreis hat die Kostenberechnungen für die Generalsanierung SEKE 2035 und der Dreifachturnhalle im Schulzentrum Geretsried angepasst. Wie Christoph Bauer im Schul- und Bauausschuss des Kreistags am Montag mitteilte, belaufe sich die aktuelle Kostenschätzung für diese beiden Bauabschnitte nunmehr auf rund 18,4 Millionen Euro. Dies sind etwa 1,42 Millionen weniger als noch im November des Vorjahres angenommen. Als Grund nannte der Sachgebietsleiter im Hauptamt "Einsparungen und Optimierungen". Die ergaben sich unter anderem bei Brandschutz-Trennvorhängen, die teuer sind.

"Teile sind offen, Teile sind erledigt": So beschrieb Bauer den Stand bei dem Großprojekt in Geretsried. Abgeschlossen sind das Interimsgebäude, das Heizwerk, auch die neue Dreifachturnhalle, die 2020 fertiggestellt wurde. Mit der Sanierung der Pausenhöfe und der Parkflächen wurde hingegen noch nicht begonnen, ebenso wenig mit den neuen Außensportflächen. An der Reihe sind derzeit die Bauabschnitte 6 (Generalsanierung SEKE) und 8 (Generalsanierung der alten Dreifachhalle).

Synergieeffekte durch das Zusammenlegen zweier Bauabschnitte

Weil sich im Vorjahr ein Zehn-Millionen-Defizit im Kreisetat auftat, fällte der Kreistag den Beschluss, beide Abschnitte gemeinsam auszuführen, baulich und zeitlich. Davon verspricht man sich Synergieeffekte. Eine Folge davon ist, dass die Sanierung der Technik, der Umkleiden und der Geräteräume, die ursprünglich zum Bauabschnitt 6 gehörten, nun dem Abschnitt 8 zugeordnet wurden.

Zu der neuen Kostenberechnung erläuterte Sachgebietsleiter Bauer, dass die Fördermittel für die Generalsanierung SEKE und der Dreifachturnhalle erheblich höher ausfallen als angesetzt - und zwar um rund 3,7 Millionen Euro. Dies liege daran, dass es neue Kostenrichtwerte bei Turnhallen gebe. "Da hat der Freistaat nachgelegt", sagte Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler). Derzeit diskutiere man noch darüber, ob künftig auch der Baukostenindex in diesen Richtwerten verarbeitet werden. Denn die Teuerung fiel in den vergangenen Jahren erheblich aus: Die Baupreise stiegen bei der Generalsanierung SEKE seit 2022 vom Kostenindex 147,2 auf den 163,3, bei der Dreifachturnhalle seit 2016 von 102,7 auf 163,3. "Die Baukostenentwicklung schlägt bei diesen zwei Bauabschnitten stark zu Buche", sagte Sachgebietsleiter Bauer.

Dennoch ergibt sich unterm Strich die Einsparung von 1,42 Millionen Euro. Derzeit rechnet der Landkreis für den Generalsanierung SEKE mit Ausgaben von gut 8,46 Millionen Euro, bei der Turnhalle mit 9,93 Millionen Euro. Die Gesamtsumme für die beiden Bauabschnitte sinken damit von circa 19,83 auf jetzt rund 18,4 Millionen Euro.

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