Schmuckfoto:Herbst im Geretsrieder Stadtwald

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(Foto: Hartmut Pöstges)

Den Herbst haben schon viele Poeten besungen. Berühmt sind der "Herbsttag" von Rainer Maria Rilke und "Im Nebel" von Hermann Hesse - zwei Gedichte, die gerne von Leuten rezitiert werden, die ihr Bildungsbürgertum hervorheben möchten. Aber sie passen zu einer Runde durch den Stadtwald in Geretsried. Noch scheint dort die Sonne durch ein paar gelbe oder rostbraune Blätter an den Zweigen und erinnert daran, dass der Sommer dieses Jahr wirklich sehr groß war. Und vielleicht gehört manch Spaziergänger zu jenen Einsamen, die - wie Rilke dichtete - jetzt wachen, lesen, auf den Alleen unruhig hin und her wandern, wenn die Blätter treiben. Und die Hesse zustimmen, wenn sie in den Nebel geraten: Kein Baum sieht den andern,/Jeder ist allein. Aber für solch trübe Verse sind diese Novembertage eigentlich noch viel zu schön.

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