Bald gibt es im Freilichtmuseum Glentleiten nicht nur historische Höfe und Häuser, sondern auch eigens dort gebrautes Bier: Wenn das neue Eingangsgebäude zur nächsten Saison am 19. März 2018 seine Pforten öffnet, feiert auch die Schaubrauerei ihren Einstand. Besucher können dort sogar mitmachen, aber auch einfach in dem neuen Gasthaus einkehren. Nun steht auch der Pächter fest - die Weißbier-Brauerei Karg aus Murnau. Am Mittwoch hat Junior-Chefin Victoria Schubert-Rapp den Vertrag unterzeichnet.
Das Museum gibt sein Gasthaus damit in erfahrene Hände: Victoria Schubert-Rapp ist Bier-Sommelière und betreibt die Brauerei in Murnau zusammen mit ihrem Vater Franz Schubert in der vierten Generation. Allerdings ist die Brauerei Karg nur für das Bier zuständig. Sie verpachtet die Gaststätte nämlich weiter, an Franziska Schwinghammer, die mit ihrem Mann seit 2014 die Hörnlehütte auf dem Zeitberg in Bad Kohlgrub betreibt.
Die Gastronomie im größten Freilichtmuseum Südbayerns war begehrt: 19 Interessenten fragten an. Den Gästen, die zur Hälfte aus dem Umland, zur Hälfte aus der ganzen Bundesrepublik anreisen, sollen regionale Speisen angeboten werden. Die Sudkessel werden dauerhaft im Wirtshaus zu sehen sein. "Schon im Januar wird der erste Sud aufgesetzt, damit die Wirtsleute auch pünktlich zum Saisonstart das erste Bier ausschenken können", erklärt Museumssprecherin Melanie Bauer.
Das Thema "Bier" wird eine wichtige Rolle auf der Glentleiten einnehmen, wo historische Gebäude, die an ihrem ursprünglichen Standort abgebaut wurden, wieder errichtet wurden und werden. "In Zukunft konzentrieren wir uns dabei vor allem auf den Norden Oberbayerns. Das nächste Projekt ist beispielsweise ein Hopfenbauernhof in der Hallertau", erklärt Bauer. Mit dem neuen, 13,5 Millionen Euro teuren Eingangsgebäude und der Schaubrauerei soll daher der Hopfenanbau in den Blick gerückt werden. Wie die neue Gaststätte heißen soll, steht noch nicht fest. Bei der Namensfindung werden nämlich die Besucher miteinbezogen. Bis zum Saisonende am 11. November können sie noch Vorschläge abgeben.
