Schäftlarner Verkehr Umfahrung erhitzt Gemüter

Der Streit um die Variante der Umfahrungsstraße in Schäftlarn dauert an. Jüngst nutzte der Mitinitiator der Bürgerinitiative, Wolfgang Herzog, die aktuelle Bürgerstunde, um Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU) Fragen zu stellen. Konkret, ob Ruhdorfer mit von der Variante B betroffenen Grundstückseignern bereits gesprochen habe und wie der Plan bei einer möglichen Verweigerung der Grundstückseigner aussähe, ob Enteignung dann das Mittel der Wahl darstelle. Ruhdorfer verwies darauf, dass der Termin des Bürgerentscheids am 12. Mai abgewartet werden müsse, bis man weitere Planungen vorantreibe. Er habe außerdem im Vorab betroffene Grundstückseigentümer eingeladen, damit diese erführen, um was es bei der Umfahrung gehe. Bevor ein Gespräch mit den Grundstückseignern möglich gewesen sei, habe die Bürgerinitiative bereits den Aufruf für die Variante Bi gestartet. Außerdem verbrauche die Variante B durch die Flur nicht deutlich mehr an Grundstücksfläche als die Variante Bi (Bannwaldaufforstung). Ruhdorfer betonte: "Ich möchte ganz deutlich sagen, dass dies keine leichte Entscheidung für den Gemeinderat ist". Die Bi-Variante habe nach bestehenden Regeln und Gesetzen jedoch keine Chance auf Umsetzung. Die Gemeinde wies außerdem in einem Schreiben darauf hin, dass die in Umlauf befindliche Fotomontage der geplanten Trasse B irreführend sei. Das Bild vermittle eine Straßenführung in Höhe von 4 bis 5 Metern Höhe, nach den Vorplanungen solle das Straßenniveau etwa 1,4 Meter über dem jetzigen Feldweg liegen. Zu einer Informationsveranstaltung zur Umfahrung lädt die Gemeinde am Montag, 29. April, 19.30 Uhr, in die Schäftlarner Grundschule ein.