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Schäftlarner Politik:Finanzierungslücke beim Seniorenangebot

Das Kindernetz Schäftlarn darf für seine Seniorenangebote nicht länger die Gelder des Familienzentrums in Anspruch nehmen. Das hat das Landratsamt München dem Verein mitgeteilt. Es beruft sich dabei auf Paragraf 16 des Sozialgesetzbuches, nach dem das Familienzentrum bezuschusst wird. Darin ist die Arbeit mit Senioren nicht explizit aufgelistet. Die Entscheidung des Landratsamtes habe "zur Folge, dass die Hilfe für Senioren akut unterfinanziert ist", sagte Rathausleiter Stefan Wallner bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch. Das Kindernetz sei jedoch eine Anlaufstelle für alle Generationen. Um die 20 Senioren kommen beispielsweise beim monatlichen Mittagessen zusammen, viele nehmen den Mobil-Mach-Bus in Anspruch. Überdies gibt es einen Kurs für "Senioren am PC und im Netz", einen Gedächtnistrainingskurs, oder beratenden Angebote, beispielsweise für Angehörige von Demenzkranken. "Die Gemeinde wird dem Landkreis München mitteilen, dass hier eine Kompensation der nicht mehr abrechnungsfähigen Mittel durch eine freiwillige Leistung des Landkreises erwartet wird", sagte Wallner.

© SZ vom 21.02.2020 / mhes
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