Schäftlarn /Icking:Radwegbau beginnt

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Schäftlarn /Icking: Ein Radweg zwischen Schäftlarn und Icking ist lange im Gespräch. 2022 soll der erste Teil gebaut werden.

Ein Radweg zwischen Schäftlarn und Icking ist lange im Gespräch. 2022 soll der erste Teil gebaut werden.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Erstes Teilstück von Schäftlarn nach Icking wird 2022 errichtet

Von Marie Hesslinger, Schäftlarn /Icking

Die Bauarbeiten an den Teilstrecken eines Radweges zwischen Schäftlarn und Icking werden im Frühjahr kommenden Jahres beginnen. Ursprünglich war der Beginn der Arbeiten heuer geplant, doch vor allem die schweren Starkregenfälle im Sommer hatten das Personal des Staatlichen Bauamtes Weilheim und damit auch dessen zeitliche Kapazitäten so stark gefordert, dass dies nicht mehr möglich war.

Seit vielen Jahren laufen schon die Gespräche über einen möglichen Radweg zwischen Schäftlarn und Icking. 2022 soll nun das erste Teilstück gebaut werden: Der 560 Meter lange Abschnitt im südlichen Ebenhausen beginnt dort an der bestehenden Querungshilfe und endet an der Einmündung zum Gut Holzen. Parallel dazu soll auch ein Teilabschnitt an der Kreisstraße TÖL 21 südlich von Ergertshausen entstehen.

Die Unwetter im Sommer führten unter anderem zu Murenabgängen und Hangrutschen, zu sogenannten Blockschlägen und Uferabbrüchen, berichtet Martin Herda, der für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zuständige Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt. Hinzu kamen laut Stefan Vogt, dem Projektleiter für den Landkreis in der Weilheimer Behörde, auch noch "Planungsbedarf und Abstimmungsbedarf". Als Beispiele nennt er etwa eine Verlegung der Wasserleitung, Probleme mit der Geologie oder auch Fragen des Grunderwerbs und des Naturschutzes. Dabei habe sich gezeigt, "dass diesen Winter nochmals einige Bäume gefällt werden müssen, damit der Baukorridor im Frühjahr tatsächlich frei ist".

Anders, als vor Kurzem in der Bürgerversammlung in Schäftlarn vermutet wurde, kamen die Naturereignisse einer Finanzierung des Radweges jedoch nicht in die Quere. Rund 250 000 Euro soll der Bau des ersten Teilstücks im südlichen Ebenhausen kosten. Dies wird der Bund bezahlen. Die rund 230 000 Euro, die für die Sicherung des Hanges an der Staatsstraße 2071 fällig sind, hat hingegen der Freistaat Bayern zu tragen.

Auf lange Sicht soll ein durchgehender Radweg von Icking bis nach Ebenhausen entlang der Ostseite der Bundesstraße 11 entstehen. Allerdings fehlen in weiten Bereichen der Strecke noch Grundstücksteile für den Radstreifen. Die Verhandlungen mit den jeweiligen Eigentümern seien am Laufen, heißt es aus dem Staatlichen Bauamt Weilheim.

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