Freizeit in WolfratshausenIm Sautrog übers Wasser

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Marinus Vogl von der Kolpingsfamilie und der städtische Kulturmanager Andreas Kutter (blaues Shirt) beim Selbstversuch im Sautrog im April.
Marinus Vogl von der Kolpingsfamilie und der städtische Kulturmanager Andreas Kutter (blaues Shirt) beim Selbstversuch im Sautrog im April. Harry Wolfsbauer

Die Stadt und die Kolpingsfamilie Wolfratshausen organisieren für 4. Juli ein Wettrennen auf der Loisach. Teilnehmer können sich noch bis Mitte Mai bei den Veranstaltern melden.

Von Jasmin Engel, Wolfratshausen

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Auf vielen Bauernhöfen am Land hat es früher einen Sautrog zur Hausschlachthaltung gegeben. In dem Behälter übergossen die Landwirte die getöteten Tiere mit heißem Wasser, um anschließend Borsten und Haare abschaben zu können. Wenn heutzutage Menschen damit hantieren, steht dagegen der Spaß im Vordergrund.

Im Sautrog paddeln etwa die Teilnehmenden eines Wettrennens am 4. Juli in Wolfratshausen bei der alten Floßlände. Die Stadt, die örtliche Kolpingsfamilie und die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) Schäftlarn-Wolfratshausen organisieren die Veranstaltung und versprechen dafür auf den Werbeflyern grammatikalisch eigenwillig „a riesen, nasse Gaudi!“. Die Idee zu der Sautrog-Regatta hatten der zweite Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Marinus Vogl, und Andreas Kutter, Kulturmanager im städtischen Rathaus.

Die Strecke führt von der alten Floßlände einmal quer über die Loisach, um eine Boje herum und wieder auf die Ausgangs-Flussseite zurück. Was sich kurz anhört, kann im Wettkampfmodus aber sehr herausfordernd werden. „Je schneller gerudert wird, desto mehr steigt die Gefahr zu kentern“, sagt Marinus Vogl. „Es gilt, eine spannende Balance zwischen Schnelligkeit und Stabilität zu finden, darauf zu achten, nicht zu hektisch und nicht zu langsam zu sein.“

Nur um die 2,50 Meter lang und ziemlich schmal sind die Sautröge laut Vogl. Wer kentere, habe das Rennen im Prinzip verloren. Denn dann bleibe praktisch keine Zeit mehr, den Rückstand noch aufzuholen. Für die Teilnehmenden, die in Zweier-Teams antreten, stellt die Kolpingsfamilie acht identische Sautröge bereit. Im Wettkampf sollten schließlich alle die gleichen Chancen haben. Dadurch ist laut Vogl ausgeschlossen, dass sich jemand einen Sautrog baut, mit dem er sich im Rennen Vorteile verschaffen könnte.

Die Veranstalter vor der Kulisse der Wolfratshauser Altstadt (von links): Andreas Kutter (Kulturmanager Stadt Wolfratshausen), Robert Klingel (DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen) und Marinus Vogl (zweiter Vorsitzender Kolpingsfamilie).
Die Veranstalter vor der Kulisse der Wolfratshauser Altstadt (von links): Andreas Kutter (Kulturmanager Stadt Wolfratshausen), Robert Klingel (DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen) und Marinus Vogl (zweiter Vorsitzender Kolpingsfamilie). Harry Wolfsbauer

Sautrog-Regatten hat es in Wolfratshausen zuletzt in den Jahren 2008 und 2010 gegeben. Damals hatten etwa der heutige Bürgermeister Klaus Heilinglechner, die Stadträte Josef Praller (beide Bürgervereinigung Wolfratshausen) und Richard Kugler (damals CSU, heute Wolfratshauser Liste) teilgenommen. Für die Neuauflage haben die Organisatoren alle Wolfratshauser Vereine angeschrieben, um das Interesse an einer Teilnahme abzufragen. Bis Mitte Mai haben diese noch Zeit für eine Rückmeldung.

Für die Veranstaltung am Samstag, 4. Juli, kann sich Vogl verschiedene Wettkampfkategorien vorstellen, etwa für Personen des öffentlichen Lebens oder die Jugend. Die Teilnahmegebühr soll zehn Euro betragen, um der Veranstaltung eine gewisse Ernsthaftigkeit zu geben. Geplant ist diese für 11 bis 23 Uhr. Nach Ende der Wettkampfrennen sollen drei Bands an der alten Floßlände auftreten. „Bei der Sautrog-Regatta kann jeder seinen Spaß haben“, ist Vogl überzeugt.

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