
Die Belastung war einfach zu groß. Eva-Maria Hörmann, Rektorin der Geretsrieder Mittelschule, gibt ihr Amt zum Schuljahresende auf. Sie hat um ihre Versetzung gebeten. Immer zwischen den beiden Schulstandorten zu pendeln und nie zur Ruhe zu kommen, war ihr gesundheitlich zu viel geworden. "Es war eine unglaublich tolle Zeit, aber ich schaffe es einfach nicht mehr", bedauert Hörmann. 2010 hatte der Stadtrat beschlossen, die Karl-Lederer-Hauptschule und die Hauptschule an der Adalbert-Stifter-Straße zusammenzulegen. Diesen Schritt hält der Dritte Bürgermeister Robert Lug (FW) nach wie vor für richtig. Allerdings brauche die Schule mehr Sekretärinnenstellen. Das möchte er auf alle Fälle erreichen.
Ein Schulleiter und ein Stellvertreter sind mit der Zusammenlegung der beiden Hauptschulen weggefallen. Zudem reduzierte das Kultusministerium das Personal für das Sekretariat, was in Geretsried verärgerte. Zwei Standorte zu leiten sei für sie dauerhaft zu aufreibend, sagt Hörmann. Die zwei Schulhäuser hätten nun einmal unterschiedliche Probleme.
"Es war ein ständiges Hin und Her, ich war nie vor Ort, mal hier, mal da", sagt die Rektorin. Der Stadtrat hat zwar Anfang des Jahres entschieden, die Mittelschule an der Adalbert-Stifter-Straße zusammenzufassen. Der geplante Anbau wird allerdings erst in einigen Jahren stehen. "So lange kann ich nicht durchhalten", sagt Hörmann.
Das Kollegium hat sie bereits informiert. Ihre Stelle als Rektorin ist ausgeschrieben. "Ich wollte allen genügend Zeit geben, um einen Nachfolger mit frischer Kraft zu finden", sagt sie. Wer ihr nachfolgt, steht allerdings noch nicht fest. Im September 2009 wurde Hörmann Rektorin der Karl-Lederer-Hauptschule. Ein Jahr später verschmolz diese mit der Adalbert-Stifter-Hauptschule. Von da an leitete Hörmann beide Standorte. Das sei pädagogisch auch gut gelungen, sagt sie. Inzwischen seien Verwaltung und Lehrerkollegium gut zusammengewachsen und planten alles gemeinsam.
Eine Petition zur Aufstockung der Sekretariatsstelle hatten alle Stadtratsfraktionen im vergangenen Jahr mitgetragen. Der Landtag hatte diese jedoch abgelehnt. Das Kultusministerium hat sechs zusätzliche Stunden im Sekretariat genehmigt. Dabei will es der Dritte Bürgermeister Robert Lug (FW) nicht bewenden lassen.
Er setzt auf die 150 neuen Stellen für Verwaltungspersonal, welche die Staatsregierung angekündigt hat. "Wir wollen alles dafür tun, dass davon etwas nach Geretsried kommt", sagt Lug. Darüber habe er unlängst auch wieder mit dem CSU-Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber gesprochen.