Nach dem Raubüberfall auf ein Wolfratshauser Juweliergeschäft am vergangenen Freitag hat sich nun eine Ermittlungsgruppe namens „Froschteich“ formiert. Staatsanwaltschaft und Kripo arbeiteten „auf Hochtouren“, teilt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit. Zwei bislang unbekannte Männer hatten den Laden am Freitagvormittag betreten, einen Angestellten mit einer Schusswaffe bedroht und die Herausgabe von Wertgegenständen gefordert. Sie traten die Flucht ohne Beute an. Eine großangelegte Fahndung verlief zunächst ergebnislos.
Warum die Ermittlungen nun intensiviert würden, mag Pressesprecher Michael Spessa nur sehr allgemein erklären. Solche multiprofessionellen Teams aus der Spurensicherung, dem Raubdezernat und der Fahndung würden etwa dann gegründet, wenn ein Täter erwischt werde, Fingerabdrücke gefunden würden oder ein ähnlicher „Modus Operandi“ wie bei zurückliegenden Verbrechen erkannt werde. „Dann werden die Ergebnisse mit anderen Taten sowohl im regionalen als auch überregionalen Umfeld abgeglichen.“
Zu Hinweisen im konkreten Fall äußert er sich nicht. „Da lassen wir uns nicht in die Karten schauen.“ Bislang habe es jedenfalls keine Festnahme gegeben. Vor zweieinhalb Jahren war im Wolfratshauser Untermarkt schon einmal ein Juweliergeschäft überfallen worden. Die Täter entkamen.
Dass die Ermittlungsgruppe den Namen „Froschteich“ trägt, ist laut Spessa weniger geheimnisvoll, als es klingen mag. „Jede Ermittlungsgruppe braucht einen Namen, der unverfänglich ist, nicht zu viel verrät, aber trotzdem in irgendeiner Weise mit der Tat in Verbindung steht.“ Um welchen Froschteich es sich in diesem Fall handelt – auch diese Information bleibt vorerst unter Verschluss.
Eine Korrektur gibt es bei der Beschreibung des etwa 1,80 Meter großen, schwarzhaarigen Tatverdächtigen. Er hat demnach keinen Dreitagebart, sondern einen „ausgeprägten Vollbart“. Sein Alter wird auf 25 Jahre geschätzt. Hinweise nimmt die Kripo Weilheim unter Telefon 0881/6400 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

