Projekt Neubau für die Feuerwehr

Schäftlarn plant Gerätehaus und Bauhof an Starnberger Straße.

Von Ingrid Hügenell

Die Freiwillige Feuerwehr Hohenschäftlarn soll ein neues Gerätehaus bekommen, und direkt daneben möchte die Gemeinde ihren Bauhof errichten. Um sich zu informieren, welche baulichen Möglichkeiten neue Feuerwehrhäuser bieten, was sie kosten und wie sie sinnvoll ausgestattet werden, wird der Gemeinderat auf Antrag der CSU zusammen mit den Kommandanten der Hohenschäftlarner Feuerwehr, dem Bauhofleiter und der Verwaltung neu gebaute Feuerwehrhäuser besuchen.

Auf dem Programm stehen die Wachen in Benediktbeuern, Egling und Reichersbeuern. Auch die in Eurasburg könnte dazu kommen, denn dort liegen Bauhof und Feuerwehrhaus nebeneinander, wie es in Schäftlarn geplant ist. Der Gemeinderat erhofft sich von dem Besuch Hinweise auf mögliche Synergien, aber auch auf Probleme, die sich durch die Nachbarschaft ergeben könnten.

In Hohenschäftlarn sollen beide Einrichtungen auf einem Areal zwischen Starnberger Straße und Drotwiesenweg gebaut werden, westlich des Kreisverkehrs am Ortseingang. Um tatsächlich bauen zu können, muss zum einen ein Bebauungsplan aufgestellt und zum der Flächennutzungsplan geändert werden, wie Bauamtsleiter Stefan Jocher dem Gemeinderat erläuterte. Denn dort ist das Grundstück als Fläche für die Landwirtschaft eingetragen. Das Landratsamt München hat Jocher zufolge eine Genehmigung der Änderung in Aussicht gestellt, die am Mittwoch vom Gemeinderat auf den Weg gebracht wurde.

Probleme gibt es dagegen mit der Zufahrt. Denn die Starnberger Straße ist eine Staatsstraße, und das Staatliche Bauamt hat die Gemeinde wissen lassen, dass eine Zufahrt über die Staatsstraße eher nicht erlaubt wird. Stattdessen soll sie über den schmalen Drotwiesenweg erfolgen. Dort muss die Gemeinde aber erst noch den entsprechenden Grund erwerben. Einsatzfahrzeuge dürften ausnahmsweise die Staatsstraße nutzen.

Sollte die Zufahrt über den Drotwiesenweg nicht funktionieren, würde das Staatliche Bauamt einer Zufahrt auf die Starnberger Straße zustimmen, sofern die Gemeinde auf eigene Kosten eine Linksabbiegerspur baut, wie Jocher berichtete. Auch dafür müsste die Gemeinde den Grund kaufen.