Bergsport:Polizei warnt vor Bergtouren

Insbesondere in Schattenlagen herrschen in den bayerischen Alpen noch winterliche Verhältnisse - Unternehmungen sind gefährlich.

Wie winterlich es selbst noch im April bis hinunter ins Alpenvorland werden kann, haben die Schneefälle des vergangenen Wochenendes gezeigt. Unternehmungen in den Bergen des gesamten südlichen Oberbayern sind damit gefährlich. Davor warnen die Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. In dessen Zuständigkeitsgebiet zwischen dem Berchtesgadener Land im Osten und Garmisch-Partenkirchen im Westen kamen bereits im Vorjahr mit 55 Personen so viele wie noch niemals zuvor ums Leben. Heuer gab es laut einer aktuellen Pressemitteilung bereits 16 tödliche Bergunglücke. In der zweiten Märzhälfte sind allein am Sonnberggrat im Gemeindegebiet von Unterammergau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) drei Freizeitsportler ums Leben gekommen.

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen liegt insbesondere in höheren Lagen teils noch viel Schnee. Am Lenggrieser Hausberg Brauneck waren es an der offiziellen Messstelle des Bayerischen Lawinenwarndienstes am Montagmittag etwa 127 Zentimeter in 1485 Metern Meereshöhe. Auf südseitigen Hanglagen sind die Wege zwar weitestgehend ausgeapert. Doch vor allem auf den schattigen Seiten warnt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd weiter vor Eis und Schnee.

Die Gefahr, auf hart gefrorenem Untergrund ab- und wegzurutschen, sei selbst auf relativ einfach zu begehenden Steigen nicht zu unterschätzen, so heißt es. Für Unternehmungen in den Alpen sollten die Freizeitsportler daher geeignete Ausrüstung von festem Schuhwerk bis hin zu Steigeisen mitnehmen. Erschienen die Verhältnisse am Berg kritisch, sollte auch darüber nachgedacht werden, die Tour abzubrechen.

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