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Politik:Schnell ins Netz

Wolfratshauser Schulen sollen Glasfaser bekommen

Im Zuge des coronabedingten Fernunterrichts hat der Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Wolfratshausen immer wieder gefordert, die Schule mit schnellem Internet auszustatten. Die Stadt musste die Eltern bislang vertrösten; die Netzbetreiber, hieß es, seien ausgelastet. Nun aber sollen die Schule am Hammerschmiedweg und die Grund- und Mittelschule Waldram ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Der Bauausschuss im Stadtrat hat am Mittwoch einstimmig beschlossen, die Telekom damit zu beauftragen - vorbehaltlich der Förderzusage der Regierung. Die Kosten belaufen sich laut Angebot auf knapp 120 000 Euro, von denen circa 95 000 Euro gefördert würden.

Das Angebot ist das Ergebnis einer Ausschreibung, die die Stadt im Rahmen der Förderrichtlinie für Glasfaser an Schulen durchgeführt hat. Es beinhaltete auch den Anschluss der Weidacher Grundschule. Der aber würde, wegen weiterer Entfernung zum Netz, mit Kosten von mehr als 150 000 Euro zu Buche schlagen, von denen nur etwa ein Drittel gefördert würde. Der Ausschuss sprach sich daher mehrheitlich gegen diese Maßnahme aus. In Weidach sei ein herkömmlicher Internetanschluss mit bis zu 100 MBit pro Sekunde möglich, sagte Rudi Seibt (Grüne), was für die vier Grundschulklassen ausreiche. Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung) betonte, dass weitere Förderprogramme zu erwarten seien und Weidach damit nicht abgehängt werde. Ein Glasfaseranschluss sei auch später bei besserem Netzausbau möglich. Nur Peter Plößl und Günther Eibl (beide CSU), sowie Josef Praller (BVW) stimmten für den Anschluss in Weidach. Der Stadtrat muss am Dienstag die Vergabe beschließen.

© SZ vom 11.06.2021 / aip
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