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Politik in Münsing:Kostenintensiver Wasserleitungsbau

Der Wasserleitungsbau kommt die Gemeinde Münsing teuer und günstig zugleich: Mit dem Angebot, neue Rohre an der Ambacher Seeleitn zu verlegen, hat das Unternehmen Holzer die ursprüngliche Kostenberechnung um 15 Prozent unterschritten. Mit etwas mehr als 208 000 Euro kalkuliert die Firma das Vorhaben zwischen Holzbergstraße und Waldschmidtweg. Thomas Schurz (CSU) erinnerte daran, dass die Kommune vor einem Jahr noch mit Preisen von 15 Prozent mehr als der Kostenschätzung habe rechnen müssen. Die derzeitige Entwicklung finde er gut.

Teuer bezahlen muss die Gemeinde, dass nach dem Wasserleitungsbau in Ammerland und St. Heinrich massenhaft entsorgungspflichtiges Material übrig geblieben ist. Um etwa 900 Tonnen teerhaltigen Schutt vorschriftsmäßig zur Deponie abtransportieren zu lassen, zahlt die Kommune etwa 34 000 Euro an die Münchner Blues GmbH. Wie Bauamtsleiter Stephan Lanzinger erläuterte, habe die Verwaltung zuerst nur ein aus ihrer Sicht vollkommen unwirtschaftliches Auftragsangebot bekommen. Als daraufhin die Ausschreibungsfrist verlängert worden sei, habe es erst einmal nur ein weiteres Gebot gegeben. Bislang lagert das Material in St. Heinrich laut dem technischen Bauamtsleiter Josef Limm auf einer Wegfläche der Bayerischen Staatsforsten zwischen. In Ammerland sei der Schutt am für die Feuerwehr vorgesehenen Bauplatz am östlichen Ortsrand aufgehäuft. Damit keine teerhaltigen Schadstoffe ausgewaschen werden könnten, sei es mit Planen gesichert.

© SZ vom 02.07.2020 / bene

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